Viel los beim Ostermarkt in Groß Düngen

Wieder großer Andrang

Rita Bloom präsentiert in Groß Düngen ihre kunstvoll gefertigten Eier. Foto: Vollmer

GROß DÜNGEN  Um zu wenige Besucher musste sich der Kulturverein Groß Düngen als Veranstalter des Ostermarktes keine Sorgen machen. Rund um das Alte Fachwerkhaus gab es kein Durchkommen mehr. Viele wurden bereits bei der Parkplatzsuche auf eine Geduldsprobe gestellt.

Der große Zuspruch lag nicht zuletzt auch an den idealen Wetterbedingungen, die für einen Marktbummel kaum besser sein konnten. Immer wieder bildeten sich vor den zahlreichen Ständen lange Schlangen. Besonders die kunstvoll gestalteten Eier von Rita Bloom fallen den Besuchern immer wieder ins Auge. „Ich experimentiere gerne mit den verschiedensten Materialien“, berichtet die 71-Jährige. Regelmäßig kommen neue Ideen hinzu. So hat Rita Bloom zuletzt Blüten und Gräser auf Eier gepresst und anschließend versiegelt. „Die sehen dann so aus, als seien sie aus Porzellan“, erläutert die Seesenerin, die seit 26 Jahren keinen österlichen Markt verpasst hat. Ein wenig spezieller sind da schon die Exemplare mit den Wappen der verschiedenen Fußballmannschaften der Bundesliga. „Da hält sich die Nachfrage ziemlich in Grenzen“, erläutert die Expertin. Zu den treuen Ausstellern zählte auch wieder Glasbläser Reinhold Rieger. Seine mundgeblasenen Ostereier finden sich bestimmt in dem einem oder anderem Nest wieder. Viele Besucher des Groß Düngener Ostermarktes kamen am Stand von Susanne Pieper-Schinkel einfach nicht vorbei, ohne ein Tütchen mit den leckeren Trüffeln aus allerfeinster Schokolade mitzunehmen. Aber auch die Schokoosterhasen waren einfach zu verlockend, um sie einfach da so stehen zu lassen. „Ich komme gerne nach Groß Düngen, weil die Atmosphäre einfach besonders ist“, berichtet die gelernte Konditorin aus Morsum/Verden. Die Region kennt Susanne Pieper-Schinkel sehr genau, stammt sie doch aus der Bäckereifamilie Pieper in Bodenburg. Viele Blicke zogen auch Roswitha Boje und Brigitta Roy-Feiler vom Erzgebirgsverein Hildesheim auf sich. „Ich bin bemüht darum, junge Leute für das Klöppeln zu begeistern“, erklärt Brigitta Roy-Feiler. Der beste Zeitpunkt, um mit der alten Handarbeitstechnik zu beginnen, sei im Grundschulalter. Besonders gerne gestaltet sie moderne Stücke, nicht zuletzt auch um die jüngere Generation anzusprechen. Aber auch das leibliche Wohl kam an dem Tag nicht zu kurz. So gingen zum Beispiel wieder mehrere hundert Bratwürstchen über den Tresen. Heiß begehrt waren auch wieder die Plätze in der Kaffeestube, die frisch gebackenen Waffeln oder das Brot von Jens Köhler, der mit seinem urigen Backofen in Groß Düngen Station machte. mi

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