Projekt wird umgesetzt

Wasser- und Salz-Pfad in Kurpark und Altstadt eröffnet

Bad Salzdetfurth – Der in Bodenburg lebende Künstler Hans-Werner (Oiseau) Kalkmann hatte schon lange ein Konzept, in der Kurstadt einen Wasser- und Salz-Pfad einzurichten. Die Stadt Bad Salzdetfurth hat diese Idee jetzt umgesetzt. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 16 000 Euro. Im Rahmen der Regionalentwicklung ILE- Region wurden europäische Fördermittel in Höhe von 63 Prozent der Kosten bewilligt. Damit soll die Entwicklung des ländlichen Raumes mit dem Ziel gefördert werden, den Tourismus in ländlichen Gebieten zu unterstützen und diese Gebiete als Erholungs-, Freizeit- und Naturräume zu sichern und zu entwickeln. Am Gradierwerk im Kurpark trafen sich Kalkmann, Bürgermeister Björn Gryschka, Günter Raschke als Vorsitzender des Kulturausschusses sowie Thomas Oelker, der Geschäftsführer der Kurbetriebsgesellschaft, um den Wasser- und Salz-Pfad offiziell zu eröffnen. Alle notwendigen Vorarbeiten wurden abgeschlossen, acht Informationstafeln sind im Kurpark und in der Altstadt aufgestellt. Dazu bietet die Homepage der Stadt unter dem Titel „Das weiße Gold“ eine Fülle von Informationen. Eine Broschüre, die im Rathaus und in der Tourist-Info im Solebad kostenfrei erhältlich ist, liegt ebenfalls vor. Damit kann man sich auf eine spannende Reise durch die Kurstadt begeben, deren Geschichte vom Salz geprägt wurde, angefangen bei der Entdeckung der Solequellen und den verschiedenen damit verbundenen Salzgewinnungsmethoden über die Erschließung und Förderung des Kalisalzes bis zur heutigen Bedeutung als anerkannter Kur- und Erholungsort. Die umfangreichen Informationen für Besucher sind in acht Kapiteln zusammengefasst. Neben allgemeinen Informationen geht es um die Solequellen, die Salzpfänner, den Salzhandel, die Gradierwerke, den Kurbetrieb in Vergangenheit und Gegenwart, den Soltmann und den Bergbau – eine Informationsquelle, die neben den Touristen sicher auch manchem Einheimischen neue Erkenntnisse bieten wird. „Der Wunsch nach Kenntnissen der Vergangenheit, um die Gegenwart besser zu verstehen, wird in der heutigen Zeit immer stärker“, sagt Bürgermeister Gryschka: „In Corona-Zeiten ist die Aufmerksamkeit für die regionalen Schätze gestiegen.“ Kalkmann ist froh, dass „nach so vielen Jahren endlich ein Schlussstrich gezogen wurde“: auch, wenn er mit der Reduzierung der Texte auf den Tafeln nicht ganz einverstanden ist. Die Projektbetreuerin Birgit Ziemann weist aber darauf hin, dass über den QR-Code die ausführlicheren Texte jederzeit aufgerufen werden können, die auch in der Broschüre enthalten sind. Auch Kurbetriebschef Oelker freut sich über die Vollendung des Pfades: „Der Kurpark wird ohne Konzerte und andere Veranstaltungen von den Besuchern ganz anders wahrgenommen. Mit dem Pfad, der auch einen langen Wunsch der Stadtführer erfüllt, erhält er jetzt eine weitere Attraktion.“

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