Keine Schließungen oder Kündigungen geplant

Volksbanken wollen fusionieren

+
Jörg Biethan (links) und Marcus Hölzler sind überzeugt davon, dass die Fusion mit der Hannoverschen Volksbank eine richtige Entscheidung ist.

KREIS – Die Volksbank Hildesheimer Börde und die Hannoversche Volksbank planen eine gemeinsame Zukunft. Bereits im Juni werden die beiden Vertreterversammlungen über eine Fusion rückwirkend zum 1. Januar 2019 einen Beschluss fassen.

Jörg Biethan und Marcus Hölzer, die beiden Vorstandsmitglieder der Volksbank Hildesheimer Bör-de, gehen von einer breiten Zustimmung aus. Das habe sich bereits bei den Vorgesprächen abgezeichnet. Auch der Aufsichtsrat steht geschlossen hinter den Plänen. Die Vorstände der Volksbanken sind sich einig, dass der Zusammenschluss der beiden gut aufgestellten Häuser eine Investition in die Zukunftsfähigkeit bedeutet. „Unter den Rahmenbedingungen der anhaltenden Niedrigzinsphase, ausufernder Regulatorik, ver-ändertem Kundenverhalten und den gesellschaftlichen Veränderungen durch den digitalen Wandel schließen sich zwei starke Volksbanken zusammen“, erklärt Jörg Biethan. Seit langer Zeit arbeitet die Börde-Bank gerade auch im Kreditgeschäft eng mit den Kollegen in der Landeshauptstadt zusammen. Durch die Fusion sei es möglich, gerade auch Kredite mit einem großen Volumen zur Verfügung zu stellen oder noch mehr Dienstleistungen anzubieten. Die intensive regionale Ausrichtung wird seitens des Vorstandes auch zukünftig als maßgeblicher Erfolgsfaktor gesehen. Die Volksbank Hildesheimer Börde behält ihren Namen und wird nach dem Zusammenschluss als Niederlassung der Hannoverschen Volksbank firmieren. Die beiden Vorstandsmitglieder, Jörg Biethan und Marcus Hölzler, repräsentieren als Generalbevollmächtigte auch zukünftig die Bank im Landkreis Hildesheim. Nach dem Zusammenschluss weist die Volksbank eine Bilanzsumme von rund 6,2 Milliarden Euro aus und wird von 127 000 Mitgliedern getragen. Insgesamt werden rund 250 000 Kunden in 49 Geschäftsstellen betreut, darüber hinaus stehen 39 SB-Center zur Verfügung. Fusions- bedingte Filialschließungen sind nicht geplant. Mehr als 1000 Mitarbeiter arbeiten für die Bank. Betriebsbedingte Kündigungen sind aufgrund des Zusammenschlusses nicht vorgesehen. Die Kunden der Volksbank Hildesheimer Börde erhalten im Zuge der Fusion neue Kontokarten und IBAN-Nummern. Die technische Verschmelzung ist für November geplant. „Es macht Sinn, die Fusion so schnell wie möglich auf den Weg zu bringen“, stellt Marcus Hölzler fest. Und: Ein Debakel wie der gescheiterte Zusammenschluss mit der Volksbank Hildesheim-Lehrte-Pattensen werde sich ganz sicher nicht wiederholen – weil beide Häuser dank ähnlicher Vertriebsstrukturen oder Arbeitsprozesse besser zusammenpassen. Für das abgelaufene Geschäftsjahr fällt die Bilanz beim Vorstand trotz der nicht ganz einfachen Rahmenbedingungen insgesamt positiv aus. Die Börde-Bank verzeichnet auch für 2018 in allen wichtigen bilanziellen wie außerbilanziellen Positionen ein erfreuliches Wachstum. Die Bilanzsumme erhöhte sich um gut 2,2 Prozent auf jetzt 640 Millionen Euro. „Engagierte und kompetente Mitarbeiter, die Nähe zu den Mitgliedern und Kunden sowie unsere geschäftspolitische Ausrichtung sind die Grundlagen für den Erfolg“, erklären die Vorstandsmitglieder einhellig. Mit Veränderungen müssen die Kunden in Wesseln rechnen. Wenn der Mietvertrag ausläuft, wird der noch bestehende SB-Standort geschlossen. Wer dann Bargeld benötigt, muss auf die umliegenden Geschäftsstellen ausweichen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare