Kreisstraße zwischen Lechstedt und Itzum nach Sanierung wieder freigegeben

Verkehrssicherheit erhöht

Bei heftigem Regen wurde die Kreisstraße nach der Deckensanierung wieder offiziell für den Verkehr freigegeben. 546 000 Euro hat der Landkreis dafür bereitgestellt. Foto: Vollmer

LECHSTEDT Für rund 546 000 Euro hat der Landkreis Hildesheim die Kreisstraße 303, die von Lechstedt nach Itzum führt, sanieren lassen. Besonders ins Auge fällt die neue Markierung, die bisher nur auf einer weiteren Kreisstraße in der Region zu finden ist.

Die längs gestrichelte Linie, die auf beiden Seiten verläuft, soll die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer erhöhen. „Die Erneuerung der Straßendecke zwischen den beiden Ortschaften zählt zu den größeren Maßnahmen des Kreises. Die Länge beträgt immerhin knapp 1,8 Kilometer“, erklärte Landrat Reiner Wegner bei der offiziellen Freigabe. Die Straße würde sich nun in einem tadellosen Zustand zeigen. „Sie animiert nicht zum Schnellfahren“, meinte der Landrat.

Vom ersten Spatenstich bis zur Abnahme am 30. Juli seien drei Monate vergangen. Auf eine Leitplanke habe man bewusst verzichtet. „Die wurden zuletzt an anderen Stellen auch schon mal zurückgebaut“, weiß der Landrat. Weniger sei bei manch einem Projekt auch schon mal mehr. „Die Arbeiten sind ohne Probleme verlaufen“, freute sich Wegner. Das konnte Bad Salzdetfurths Bürgermeister Henning Hesse nur bestätigen. „Wir haben im Rathaus fast gar nichts von der Baumaßnahme gehört. Das deutet immer darauf hin, dass alles glatt läuft“, erklärte der Verwaltungschef, der dem Kreis für die Investition dankte. Nach Abschluss der Arbeiten sei nun erst einmal für lange Zeit Ruhe zwischen Lechstedt und Itzum.

Für Irritationen habe allerdings die neue Markierung gesorgt, an die sich nicht nur die Verkehrsteilnehmer erst einmal gewöhnen müssten. Die speziellen Striche, die im Fachjargon „Entwurfsklasse 4“ heißen, bringen laut den Fachleuten viele Vorteile mit sich. Durch die gestrichelte Linie, die im Abstand von 50 Zentimetern zum Fahrbahnende verläuft, würden die Kraftfahrer überwiegend auf der Kernfahrbahn verbleiben und sind so dadurch besser gegen das Abkommen in den unbefestigten Seitenraum geschützt. Sie orientieren sich an der rechten Randmarkierung, was laut den Experten besser ist als der Blick auf die Mittelmarkierung. Ebenfalls würden die Verkehrsteilnehmer vor einer Begegnung rechtzeitig ausweichen. Die Randlinien können ohne ein abruptes Manöver überfahren werden. Ebenso versprechen sich die Fachleute eine geringere Geschwindigkeit und eine Verzögerung bei Begegnungen mit Radfahrern. Das Auftragen der Strichellinien erfolge auch vor dem Hintergrund, dass es zwischen den beiden Orten zuletzt drei Wildunfälle und drei weitere Vorfälle gegeben hat, wo die Fahrer auf dem unbefestigten Untergrund an der Seite geraten sind. „Die Markierung dient ganz klar der Sicherheit“, sagte der Geschäftsbereichsleiter der Straßenbaubehörde Hannover, Friedhelm Fischer.

Neue Markierung

Der Hildesheimer Ingenieur Thomas Richter machte deutlich, dass dadurch keinesfalls Raum für Radfahrer oder Fußgänger abgezwackt worden sei. Es ginge darum, weg vom Straßenrand zu kommen. Ein Ausweichen sei über die Markierungen hinweg möglich. „Es gilt, die Verkehrsteilnehmer für das neue Erscheinungsbild zu sensibilisieren“, sagte der Ingenieur.

Die Breite der Fahrbahn beträgt 5,40 Meter, in den Kurven sind es auch schon mal 5,90 Meter. Die Feldzufahrten wurden in Abstimmung mit den Eigentümern komplett neu organisiert. 30 Zufahrten seien zurückgebaut worden, sieben neue sind neu hinzugekommen. Gut zwei Dutzend vorhandene Zufahrten hat die Baufirma angepasst. „Die Straße präsentiert sich nun optisch in einem hervorragenden Bild“, konnte Itzums Ortsbürgermeisterin Beate König nur bestätigen. Ein Lob richteten alle Beteiligten an die Baufirma Kemna aus Hannover.

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