Kläranlage Östrum: Betriebsleiter Ralf Mahnkopp geht in den Ruhestand

„Sie waren eine feste Größe“

Verbandsvorsitzender Andreas Amft und Geschäftsführerin Regina Lang danken Ralf Mahnkopp (Mitte) für 39 Jahre bestes Engagement in der Kläranlage.
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Verbandsvorsitzender Andreas Amft und Geschäftsführerin Regina Lang danken Ralf Mahnkopp (Mitte) für 39 Jahre bestes Engagement in der Kläranlage Östrum.

Östrum – Ralf Mahnkopp kann auf eine lange Zeit in der Kläranlage Östrum blicken. Jetzt geht der Betriebsleiter in den wohlverdienten Ruhestand. Aus dem Kfz-Gewerbe heraus führte Ralf Mahnkopps Weg im Jahrt 1982 zur Kläranlage in Östrum. Vier Jahre später übernahm er die Leitung. Seit dem 22. Juni 1995 ist Mahnkopp Abwassermeister. 

Eine Feierstunde zum Ruhestand des Betriebsleiters musste zwar ausbleiben, dennoch ließen es sich Andreas Amft als Vorsitzender des Abwasserverbands Alme-Riehe und Geschäftsführerin Regina Lang nicht nehmen, Ralf Mahnkopp im kleinsten Kreis zu verabschieden. „Ich bin zwar erst seit fünf Jahren Verbandsvorsitzender, aber ich bin froh, dass wir so gute Mitarbeiter haben. Sie haben Probleme immer gelöst und konnten mit Ihrem Wissen in Eigenregie Herausforderungen meistern“, lobte Amft.  Dem Abwasserverband und den Kommunen konnte aufgrund von Mahnkopps Engagement viel Arbeit erspart bleiben. In den vergangenen 39 Jahren hat Ralf Mahnkopp viele Kontakte knüpfen können und Netzwerke ausgebaut. „Sie waren eine feste Größe“, so Andreas Amft.  Auch Geschäftsführerin Regina Amft lobte die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Betriebsleiter der Kläranlage. Dabei erinnerte sie auch an das große Modernisierungsprojekt 2014. In Rekordzeit hatte der Abwasserverband Alme-Riehe neue Becken in Östrum bauen lassen, um sich zukunftssicher aufzustellen. Ziel war es, dass die neue Anlage im Vergleich deutlich weniger Energie verbraucht und trotzdem eine bessere Wasserqualität bereitstellt. So wurden wichtige Parameter, wie Stickstoff oder Phosphat gesenkt. Weiterhin hatte Ralf Mahnkopp einen großen Teil dazu beigetragen, dass beim Hochwasser 2017 Schaden von der Kläranlage abgehalten wird. „Ich weiß nicht, wie viele Stunden am Stück du gearbeitet hast. Du hast einen Teil deines Lebens für die Kläranlage gegeben“, dankte Regina Lang. In 39 Jahren Tätigkeit hat Ralf Mahnkopp bereits drei Verbandsvorsitzende miterlebt, außerdem hat sich in fast vier Jahrzehnten vieles verändert. Ein Problem war vor allem der Klärschlamm, der auf die Felder gefahren wird. Auch um den Nachwuchs hat sich Ralf Mahnkopp bemüht und insgesamt neunmal ausgebildet. Zudem saß der Betriebsleiter auch im Prüfungsausschuss. „Ich hätte mich gefreut, wenn wir noch den ein oder anderen übernehmen hätten können. Aber einige sind anschließend auch noch studieren gegangen und in dieser Richtung geblieben. Wir haben eine gute Basis gelegt“, so Mahnkopp. Besonders freut ihn dabei, dass er auch seine Nachfolgerin Anke Schmidt ausgebildet hat. Die gewonnene Zeit möchte Ralf Mahnkopp nun nutzen, um sich sportlich zu betätigen und Motorrad zu fahren. „Auch am Haus fällt immer etwas an“, verrät Mahnkopp. 

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