Uni Göttingen führt Versuch auf einem Feld in Wesseln durch

Digitales Geländemodell auf landwirtschaftlicher Fläche

Der Flugplan von „Sirius“ wird vor dem Start in den Rechner eingegeben. Die Drohne liefert sieben Minuten lang Daten des Feldes Feldes. Projektleiterin Julia Pommerehne (großes Bild, Mitte) wartet auf die Ergebnisse.
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Die Drohne liefert sieben Minuten lang Daten des Feldes Feldes. Projektleiterin Julia Pommerehne (Bildmitte) wartet auf die Ergebnisse.

Wesseln – Der Bereich Agrartechnik der Uni Göttingen hatte sich ein Feld des Schellerter Landwirts Andreas Pommerehne in Wesseln an der B 243 gegenüber der Biogasanlage ausgesucht, um dort in einem Versuch ein digitales Geländemodell auf einer landwirtschaftlichen Fläche zu erstellen. 

Es wurden mehrere Unternehmen und Institutionen aus ganz Deutschland eingeladen, mit ihren unterschiedlichen Systemen das Feld am Aussichtspunkt „Roter Weg“ oberhalb von Wesseln zu vermessen. In einer „3D Challenge“ , veranstaltet vom Experimentierfeld „Farmer Space“ , sollten die unterschiedlichen Methoden zur Ableitung eines Geländemodells verglichen werden. Für den Vergleich wurden neben der Genauigkeit auch Aspekte der Wirtschaftlichkeit, Geschwindigkeit, Kosten und Analysezeit einbezogen. Durch „Farmer Space“ wird anschließend die Auswertung gegenüber einer hochexakten geodätischen Feldvermessung vom Vortag durchgeführt. Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Koordinator ist das Institut für Zuckerrübenforschung der Georg- August Universität Göttingen. Es geht um die Einführung digitaler Technologien für den Pflanzenschutz. Das Digitale Experimentierfeld „Farmer Space“ bietet dafür eine gemeinsame praktische Versuchsplattform für Akteure aus der praktischen Landwirtschaft, der Forschung, Beratung und Industrie, um die Anforderungen der landwirtschaftlichen Praxis an den digitalen Pflanzenschutz gemeinsam zu erarbeiten und Einführungsmöglichkeiten digitaler Technologien vorzubereiten. Es soll unter anderem Anwendung finden im Management von Unkräutern und Blattkrankheiten in Weizen und Zuckerrüben. Projektleiterin vor Ort ist Luisa Pommerehne, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Agrartechnik des Departments für Nutzpflanzenwissenschaften, die den Feldversuch auch in ihrer Doktorarbeit auswerten wird. Es wurden sieben Messungen mit unterschiedlichen Systemen vorgenommen. Bei regnerischem Wetter startete zunächst die Drohne „Sirius Pro“ der Firma Topcon. Am Computer wurde zuvor der exakte Flugplan eingegeben. Sieben Minuten lang flog Sirius in 100 Meter Höhe über dem Feld 14-mal hin und her und lieferte Daten, mit denen die Geländeneigung aufgezeichnet werden kann. Später sollten noch Messungen mit einem Fahrzeug, einem Roboter und einem Satelliten folgen. Sie alle werden von Luisa Pommerehne und ihrem Team im Nachgang in der Göttinger Universität ausgewertet. Die RuBS wird darüber berichten.           rm

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