Polizei Bad Salzdetfurth legt Zahlen für 2018 vor

Zahl der Verkehrsunfälle steigt

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Uwe Semper (links) und Lutz Ike stellen die Verkehrsunfallstatistik 2018 vor.

BAD SALZDETFURTH – Uwe Semper, Leiter des Polizeikommissariats Bad Salzdetfurth, hat mit Lutz Ike, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, die polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2018 im mit rund 450 Quadratkilometern flächenmäßig größten Kommissariats des Landkreises vorgestellt.

In 1 074 Fällen (30 mehr als im Vorjahr) wurde die Polizei zu einem Unfall gerufen, es gab 173 Unfälle mit Personenschaden. Bei einem Unfall Ende Mai starb auf der Landesstraße 493 bei Upstedt ein Velomobilfahrer, die Zahl der Schwerverletzten stieg auf insgesamt 47, und es gab 173 Leichtverletzte. Ein Blick auf die einzelnen Unfallarten zeigt, dass bei den Baumunfällen die Zahl der tödlich Verletzten von zwei auf null gesunken ist. Dabei ist die Gesamtzahl dieser Unfälle deutlich angestiegen. Das wiederum veranlasst Uwe Semper zu der Ankündigung: „Wir werden den Kontrolldruck in der Fläche weiter hoch halten. Gezielte Geschwindigkeitskontrollen werden weiterhin künftig auch an den Baumunfallstrecken durchgeführt.“ Die Anzahl der angezeigten Verkehrsunfallfluchten ist im vergangenen Jahr mit 187 Fällen in etwa gleich geblieben. Die Aufklärungsquote ist aber auch dank der Mithilfe aufmerksamer Bürgerinnen und Bürger auf rund 45 Prozent gestiegen. Lutz Ike macht noch einmal deutlich: „Wer sich nach einem Unfall vom Unfallort entfernt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe beziehungsweise Führerscheinentzug bestraft.“ Deutlich gefallen, und zwar um gut 13 Prozent, ist die Anzahl der polizeilich angezeigten Wildunfälle. Dennoch liegt die waldreiche Region bei Wildunfällen weiterhin an der Spitze. „Das folgende Fazit gefällt uns am besten“, stimmten Semper und Ike überein: „Es wurde kein Kind tödlich verletzt, und kein Kind schwerverletzt.“ Dazu trägt sicher auch die traditionell gute Zusammenarbeit mit den örtlichen Kindergärten und Schulen bei. „Neben der Prävention werden aber auch weiterhin polizeiliche Kontrollen, insbesondere die gezielte Überprüfung von Rückhaltesystemen und Schulwegkontrollen erfolgen“, kündigte Lutz Ike an. Eine sogenannte Risikogruppe bilden die „jungen Fahrer und Fahrerinnen“ zwischen 18 und 25 Jahren. Hier stieg die Anzahl der Schwerverletzten von zwei auf acht an. „Häufigste Unfallursachen sind überhöhte Geschwindigkeit, geringe Fahrpraxis und zum Teil eine hohe Risikobereitschaft.“ Auch hier sollen polizeiliche Überwachungsmaßnahmen ansetzen. Im Rahmen der „Kontrolloffensive Geschwindigkeit“ stellten die Beamten des Polizeikommissariats Bad Salzdetfurth, denen der Chef Uwe Semper für ihren Einsatz im vergangenen Jahr ausdrücklich dankt, bei Geschwindigkeitskontrollen insgesamt 1 393 Verkehrsteilnehmer fest, die mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs waren. Es hat sich gezeigt, dass die Kontrolloffensive Wirkung zeigt. „Sie wird darum auch im Jahr 2019 konsequent fortgesetzt“, kündigt der Kommissariatsleiter an, der außerdem vermelden konnte, dass die Zahl der unter Alkohol verursachten Verkehrsunfälle ebenso leicht gesunken ist wie die Anzahl der polizeilich festgestellten folgenlosen Alkoholfahrten. Dagegen sind die Zahlen bei Fahrten unter Drogeneinfluss angestiegen. In 186 Fällen wurden zudem im vergangenen Jahr Fahrer erwischt, die nicht angeschnallt unterwegs waren. Diese Verkehrsteilnehmer gefährden damit sich selbst, aber auch das Leben und die Gesundheit anderer. Das gilt in gleichem Maße für diejenigen, die im Auto mit Handy, Tablet oder dem Bordcomputer hantieren. „Die Polizei wird dieses Verhalten nicht tolerieren und die Unsitte bei seinen Kontrollen weiter im Blick haben und entsprechend sanktionieren“, lautet die klare Ansage der Polizei.

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