Stadtrat Bad Saldetfurth: Gespräche seien auf gutem Weg

Vorerst darf es keine Büros geben

Der Stadtrat folgt dem Bauausschuss, dass zunächst das unbebaute Grundstück neben Pantron nicht bebaut werden darf. Derzeit laufen aber Gespräche, um doch noch eine akzeptable Lösung für alle Seiten zu finden
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Der Stadtrat folgt dem Bauausschuss, dass zunächst das unbebaute Grundstück neben Pantron nicht bebaut werden darf. Derzeit laufen aber Gespräche, um doch noch eine akzeptable Lösung für alle Seiten zu finden.

Bad Salzdetfurth – Der Stadtrat Bad Salzdetfurth teilt die Meinung des Bauausschusses, dass das unbebaute Grundstück am Süllberg zunächst nicht bebaut werden darf. Auf dem Areal plant der Lichtschrankenhersteller Pantron neue Büros. 

Aber komplett vom Tisch ist das Thema nicht. Die Änderung des Bebauungsplans liegt vorerst nur auf Eis. CDU-Fraktionschef Dr. Bernhard Evers erklärte während der Sitzung, dass offenbar in bei den Bürgern der Eindruck entstanden sei, dass sich die Politik gegen das Vorhaben des Unternehmens positioniert hat. Davon könne aber keine Rede sein. „Wir haben uns immer bemüht, für die Gewerbetreibenden alles möglich zu machen. Aber wir haben auch eine Verantwortung den Anwohnern gegenüber, die dort schon sehr lange wohnen“, meinte Evers. Genau darum geht es: Der unmittelbare Nachbar sieht durch die Höhe des Neubaus eine Gefahr der Verschattung für sein Grundstück, zumal auf dem Dach eine Photovoltaikanlage Energie erzeugt. Bürgermeister Björn Gryschka verwies auf Gespräche mit dem Unternehmen und dem Anwohner. „In nächster Zeit sind wir sicher einen Schritt weiter. Wir sehen am Ende einer Lösung entgegen“, erklärte der Verwaltungschef. Gryschka sieht es als sehr wichtig an, die Sache im Sinne aller Beteiligten ohne einen Streit abzuschließen. Und deshalb sei es derzeit kein Abschluss, sondern nur ein Zwischenschritt. Wenn neue Pläne für das Bauvorhaben auf dem unbebauten Grundstück vorliegen, dann käme das Thema erneut in den Gremien auf die Tagesordnung, versicherte auch Vorsitzende des Bauausschusses, Karl-Heinz Klages (CDU).  Eine positive Nachricht gab es für Pantron an dem Abend dann doch noch. Die Änderung des Bebauungsplans „Kali und Salz“ greift für das bereits bebaute Grundstück. So kann das Bad Salzdetfurther Unternehmen die dringend notwendige Sanierung des Daches in Auftrag geben. Ein weiteres Thema war die Gründung des Hochwasserschutzverbandes Innerste durch die Landkreise Goslar und Hildesheim sowie die Städte Hildesheim und Salzgitter. Die Stadt Bad Salzdetfurth muss sich damit einverstanden erklären, dass der zukünftige Verband die Herstellung, den Betrieb und die Unterhaltung von Hochwasserrückhalteräumen und damit im Zusammenhang stehende Gewässerausbaumaßnahmen übernimmt. „Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, was den Hochwasserschutz angeht“, sagte Bernhard Evers. Auch SPD-Fraktionschef Lars Schirrweit sieht die Gründung positiv: „Hochwasser macht vor einer Gemeindegrenze keinen Halt.“  In Sachen Straßenausbaubeitragssatzung teilte der Bürgermeister mit, dass die Verwaltung auf Transparenz setzt. Im Internet werde auf einer eigens dazu eingerichteten Seite über die weitere Entwicklung informiert. Derzeit befindet sich eine Verwaltungsvorlage in Vorbereitung, über die der Rat dann voraussichtlich im Dezember entscheidet. In der Einwohnerfragestunde ging es in erster Linie um Bürgerfreundlichkeit. Peter Hellmoldt bittet darum, dass künftig keine Sitzungen parallel stattfinden. Außerdem wäre es sinnvoller, die Einwohnerfragestunde an den Anfang einer Sitzung aufzurufen. Sein erstes Anliegen wird bereits in die Tat umgesetzt. In Zukunft achtet die Verwaltung darauf, dass keine Sitzungen mehr am selben Tag stattfinden. „Zu den Einwohnerfragestunden gibt es durchaus verschiedene Meinungen“, so der Bürgermeister. Der Stadtrat muss die Geschäftsordnung ändern, um die Einwohnerfragestunde zu verlegen. Die Kommunalpolitiker wollen sich voraussichtlich in der nächsten Stadtratssitzung festlegen.        mi

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