Breinumer Ortsbürgermeister startet Hilfsaktion für Flüchtlinge

Die Spendenbereitschaft ist groß

Im Vereinsheim des Musikcorps Breinum stapeln sich die Spenden beinahe bis unter die Decke. Die 25 Flüchtlinge aus Syrien, die seit kurzer Zeit in dem Dorf leben, können sich dann mit Kleidung oder Möbelstücken eindecken. Foto: Vollmer

BREINUM J Auf die Einwohner von Breinum ist Verlass. In einer spontan organisierten Hilfsaktion haben sie den 25 Flüchtlingen aus Syrien, die seit gut einer Woche in dem Dorf ein neues Zuhause gefunden haben, zu einer Erstausstattung mit vielen wichtigen Utensilien für das tägliche Leben verholfen. „Fast alle von ihnen sind ohne Gepäck hier angekommen“, berichtet Ortsbürgermeister Gustav Beckmann, der selbst erst sehr kurzfristig von der Ankunft der Flüchtlinge erfahren hat. Um schnell helfen zu können, setzte der Ortsbürgermeister alle Hebel in Bewegung. In Windeseile wurde am Computer ein Rundbrief erstellt, der wenig später in allen Breinumer Briefkästen lag. In dem Schreiben wurde darum gebeten, zum Beispiel Kleidung, Schuhe, Bettzeug oder andere zum Leben wichtige Dinge zu spenden. Auch Möbelstücke waren willkommen. Die Sachen sollten dann einen Tag später im Vereinsheim des Musikcorps abgegeben werden.

Bereits kurz nach der Öffnung stapelten sich in dem Raum die Sachen fast bis zur Decke. Vor dem Gebäude stellten die Breinumer gut erhaltene Möbel wie Tische, Kinderbetten, Stehlampen Stühle oder auch Fahrräder ab. Von so viel Unterstützung war selbst Ortsbürgermeister Beckmann überrascht: „Das ist wirklich ein tolles Ergebnis. Darüber freue ich mich natürlich sehr.“ Wichtig sei ihm, die Neubürger möglichst gut in das Dorfleben zu integrieren. Einige junge Leute, die 15 oder 16 Jahre alt sind, haben bereits bei den Fußballern des MTV Almstedt Anschluss gefunden. Sie wurden bereits vom Verein mit Schuhen oder Trikots ausgestattet. Die Syrer leben in zwei Häusern, die zuvor leer standen. „Ich habe nach dem Aufruf gleich einmal die Schränke durchgeschaut. Es gibt ja immer Dinge, die man nicht mehr braucht. Hier können sie vielleicht noch gute Dienste leisten“, meint eine Breinumerin, die gerade einen Stapel Handtücher und Bettwäsche ins Vereinsheim der Musiker gebracht hat. Nach der zweistündigen Annahme eilten dann die Flüchtlinge ins Haus, um sich mit den Dingen des täglichen Lebens einzudecken. Die übrig gebliebenen Sachen werden zunächst eingelagert und finden vielleicht noch zu einem späteren Zeitpunkt einen Abnehmer. mi

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