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Das Publikum hat viel zu lachen

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Die „Kulissenschieber“ aus Lechstedt präsentieren in dieser Saison die Kriminalkomödie „Die Seniorenklappe“. Dabei spielen sich auf der Bühne jede Menge turbulente Szenen ab. Foto: Vollmer
Die „Kulissenschieber“ aus Lechstedt präsentieren in dieser Saison die Kriminalkomödie „Die Seniorenklappe“. Dabei spielen sich auf der Bühne jede Menge turbulente Szenen ab. Foto: Vollmer

LECHSTEDT  Es kommt so, wie es kommen muss. Am Ende der Geschichte geht der Bankräuber, auch wenn es ein ganz sympathischer seiner Zunft ist, leer aus. Vielmehr freut sich jemand ganz anderes über die fette Beute aus der Bank. Wer es ist, hätten die Theaterfreunde in Lechstedt wohl kaum für möglich gehalten. Mit der Kriminalkomödie „Die Seniorenklappe“ haben die Akteure wieder einen großen Coup gelandet. Die Premierengäste waren hellauf begeistert. Viel Lob ernteten insbesondere Hauptdarsteller Christoph Brunke alias Bankräuber Marph Kox für seine einzigartige Mimik und Lars Heppner, der als russlanddeutscher Heimleiter Graatz mit seinem Akzent den Saal zu wahren Lachsalven animierte. Aber auch die übrigen Darsteller bekamen natürlich viel Applaus für ihr Spiel.

Zuletzt war der Terminkalender bei den „Kulissenschiebern“ eng gesteckt. Die letzten drei Wochen forderten großen Einsatz von der gesamten Mannschaft. An jedem Tag wurde zwischen 20 und 23.30 Uhr das gesamte Stück abgespult. Viel Freizeit blieb da nicht mehr übrig. „Aber das ist ja schließlich unser Hobby“, erklärt Regisseur Roger Weigandt, der selbst als Hauptkommissar Bepenbrink die Ermittlungen in dem Fall leitete.

Eigentlich wollten die Lechstedter Theaterfreunde ein ganz anderes Stück präsentieren. „Vier Monate haben wir dafür schon geprobt. Doch so richtig ist der Funke nicht übergesprungen. Es hat uns einfach nicht gefallen. So wurde dann die Notbremse gezogen“, erinnert sich der Regisseur. Die Wahl fiel schließlich auf das Ausweichstück. Mit Nicole Reus und Marcus Heine hat die Theatergruppe zwei neue Mitspieler in dieser Saison begrüßen können. „Über Zuwachs im Ensemble freuen wir uns immer“, so Roger Weigandt.

Das Stück handelt von dem etwas in die Jahre gekommenen Bankräuber Marph, der auf seine alten Tage bei einem Banküberfall 500 000 Euro erbeutet. Doch auf der Flucht macht ihm wieder einmal die zunehmende Arthrose zu schaffen und so taucht er kurzerhand in der Seniorenresidenz „Freundeshaus“ unter. Bei seinem Besuch, der eigentlich ganz nicht so lange dauern soll, stellt er schnell fest, dass dieses Haus und seine Bewohner Eigenheiten aufweisen, die den Gangster zur Weißglut bringen. Da gibt es zum Beispiel einen bahnbegeisterten Hauptmann, der gerne in der Fußgängerzone die Fahrkarten von jungen Frauen kontrolliert oder die Bewohnerin Estelle Dumont, die Vorkehrungen vor dem Weltuntergang trifft. Da spielt dann die eigene Arthrose kaum mehr eine Rolle. Als Marph sich schließlich bei der Damenwelt im Heim beweisen muss und seine Beute samt aller Habseligkeiten und Pistole ständig die Besitzer wechseln, droht dieses Haus auch für ihn zur Endstation zu nehmen.

Zum Ensemble der 15. Produktion der „Kulissenschieber“ gehören: Christoph Brunke (Marph Kox), Nicole Reus (Hera Blank), Roger Weigandt (Hauptkommissar Bepenbrink), Birgit Köhler (Rosa von Dölmenhorst-Meissenberger), Eckhard Dechant (Pfleger Rudi Roserunge), Martina Dechant (Estelle Dumont), Lars Heppner (Heimleiter Graatz), Yvonne Riedl (Schwester Raki Satar), Achim Fesser (Herr Hoppmann), Marcus Heine (Herr Freudenberger), Hanne Dannenberg (Frau Wühlbecke) und Franziska Wilde (Chantalle). mi

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