Stadt Bad Salzdetfurth weiht Erweiterung des Klärwerks in Groß Düngen ein

Modernisierung abgeschlossen

Der Knopfdruck weiht Bürgermeister Erich Schaper den rund 3,8 Millionen teuren Erweitungsbau im Klärwerk Groß Düngen ein. Foto: Vollmer

GROß DÜNGEN  Rund 3,8 Millionen Euro hat die Stadt Bad Salzdetfurth in den Endausbau der Kläranlage in Groß Düngen investiert. Damit ist das größte Bauvorhaben im Rahmen des Abwasserkonzeptes, das insgesamt mit 4,26 Millionen Euro zu Buche schlägt, abgeschlossen.

In der Vergangenheit wurden bereits mehrere Teile des im März 2010 vom Rat verabschiedeten Papiers umgesetzt. Per Knopfdruck nahm Bürgermeister Erich Schaper das Klärwerk nach der Fertigstellung des Erweiterungsbaus in Betrieb. So wurde in den vergangenen Monaten eine zweite Abwasserstraße mit allen erforderlichen Maschinen und Anlagenteilen samt Belebungs- und Nachklärbecken errichtet. Den größten Teil der Veränderungen konnten die Gäste bei der Einweihungsfeier aber nicht sehen. Rohrleitungen, Kabel oder Abwasserschächten liegen unter der Erde. Unter der Oberfläche des Abwassers befinden sich zudem Lüftungseinrichtungen, Rührwerke und ein Räumschild. Weiterhin wurden zusätzliche Gebläse installiert und die gesamte Steuerungstechnik erweitert. Aber auch im alten Bestand war einiges zu tun. Aggregate mussten erneuert, vergrößert und umgebaut werden, um die zukünftige Abwasserreinigung zu gewährleisten. „Dieser Punkt war für das Klärwerkspersonal und die beauftragten Firmen eine gewisse Herausforderung, da das Schmutzwasser rund um die Uhr dem Klärwerk zugeführt wird und die vorhandenen Pumpstationen nicht einfach längere Zeit abgeschaltet werden können“, erläuterte der Verwaltungschef. Die Testphase habe gezeigt, dass alle Maschinen einwandfrei funktionieren.

Die Kläranlage in Detfurth konnte somit zwischenzeitlich außer Betrieb genommen werden. Sie wird jetzt nach und nach zurückgebaut. Einen besonderen Dank galt dem Ingenieurbüro sowie dem Klärwerkspersonal, das sich in besonderem Maße durch viel Improvisation und persönlichen Einsatz engagiert hat. „Die Reinigungswerte entsprachen den amtlichen Vorgaben“, erklärte Schaper.

Auch durch die gute Zusammenarbeit mit der Aufsichtsbehörde des Landkreises bei allen Planungsphasen sei dieses positive Ergebnis erreicht worden. „Durch das Konzept ist eine Betriebssicherheit der Reinigungswerte für die Zukunft gegeben. Ebenfalls sparen wir durch die neue Ausrichtung und Zentralisierung eine Menge an Energie und Zuschlagsstoffe ein“, erläuterte der Bürgermeister. Die Stadt habe beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz einen Zuschussantrag gestellt. Rund 1,1 Millionen Euro wurden für Neuinvestitionen gewährt. Auch eine Verrechnung der Abwasserabgabe ist bei solch einer Baumaßnahme zur Verbesserung der Reinigungsleistung möglich. 175 000 Euro macht das unter dem Strich zugunsten der Stadt aus. Erich Schaper ist sich aber sicher, dass trotz der verschiedenen Maßnahmen das Thema Abwasserbeseitigung niemals ein Ende haben wird.

Der städtische Bauingenieur Josef Ringe-Krause erläuterte den Gästen auch die Neuerungen bei der Heizungsanlage, die nun durch Abwasser und Solarenergie betrieben wird. Der letzte Bauabschnitt, die Aufgabe der Teichkläranlage in Lechstedt mit Anschluss an das Klärwerk Groß Düngen, ist in den nächsten Jahren vorgesehen. mi

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