Zehn Millionen Euro werden in neue Windkraftanlagen investiert

„Liegen voll im Zeitplan“

Zwei oberhalb von Heinde gelegene Windenergieanlagen gehen in diesem Monat ans Netz. Geschäftsführer Curd von Lenthe (links) informiert über den Baufortschritt. Foto: Vollmer

HEINDE Die beiden neuen oberhalb von Heinde gelegenen Windräder, die es auf eine Narbenhöhe von 140 Metern bringen, werden noch im November ans Netz gehen. „Wir liegen voll im Zeitplan“, erklärte der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft, Curd von Lenthe. Selbst drei Tage schlechtes Wetter konnten die Mitarbeiter der beteiligten Firmen nicht aus der Ruhe bringen. Doch bis der überhaupt Aufbau beginnen konnte, waren eine Reihe Vorbereitungen notwendig.

Viel Fingerspitzengefühl mussten die Fahrer der riesigen Transporter beweisen. Teilweise blieben nur wenige Zentimeter zwischen den Mega-Linern und Hindernissen entlang der Strecke. Damit die Trucks überhaupt auf die Baustelle gelangen konnten, wurde zum Beispiel in den Kurvenbereichen an der Abfahrt zur Raststätte Hildesheimer Börde sowie unmittelbar vor der Zufahrt kräftig Hand angelegt. Die Verkabelung ist mittlerweile auch fertiggestellt. Der Übergabepunkt befindet sich in Itzum, wo ein zusätzliches Trafohaus errichtet wurde. Von dort fließt der von den beiden Windrädern, die jeweils drei Megawatt leisten, in das Stromnetz. Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf rund zehn Millionen Euro. „Der Kabelanschluss und der Wegebau sind sehr aufwändig gewesen“, blickte Curd von Lenthe zurück. Bei einem Baustellentermin freute sich Erich Schaper darüber, dass die Windräder noch in seiner Amtszeit errichtet wurden. „Die Stadt Bad Salzdetfurth hat sich sehr intensiv mit dem Thema Windkraft auseinandergesetzt. Nahe der Zentraldeponie ist ein richtiger Standort gefunden worden“, erläuterte Schaper. Landrat Reiner Wegner hob heraus, dass das Projekt eine gute Fortsetzung der Photovoltaikanlage sei: „Die Windenergieanlagen passen dazu.“ Wer die Energiewende will, müsse auch die dazu erforderlichen Maßnahmen tragen. Der Landrat blickte auf ein insgesamt problemloses Genehmigungsverfahren zurück. Es sei schnell ein bestandskräftiger Beschluss herbeigeführt worden. „Der Landkreis ist in vielerlei Hinsicht beteiligt, unter anderem durch den Standort der Anlagen auf dem ZAH-Gelände“, so Wegner. Insgesamt 20 Kräfte sind vor Ort mit dem Aufbau der beiden Vestas-Anlagen beschäftigt. Nach dem 80 Tonnen schweren Maschinenhaus zog der Kran das Getriebe hinauf, das auch noch einmal 65 Tonnen auf die Waage bringt. Die Narbe wiegt 35 Tonnen. „Damit die Rotorblätter angebracht werden können, müssen die äußeren Bedingungen stimmen“, so Teamleiter Marc Buchacher. Eine Installation sei nur möglich, wenn der Wind nicht allzu heftig pustet. Jedes Blatt wird einzeln montiert. 140 Steckbolzen sorgen für den Halt der schweren Teile. Der Österreicher richtete ein großes Lob an die Verantwortlichen vor Ort: „So eine gut vorbereitete Baustelle habe ich vorher noch nie gesehen.“

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