Ausstellung im Bullenstall Bodenburg läuft noch bis 5. Oktober

Künstler stellt Zyklus aus

Im Bodenburger Kunstgebäude wurde die Ausstellung „Microcoins begins“ des Bremer Künstlers Owusu-Ankomah eröffnet. Foto: Vollmer

BODENBURG Dem Vorsitzenden des Kunstvereins Bad Salzdetfurth, Hans-Werner Kalkmann, ist es gelungen, seinen afrikanischen Künstlerkollegen und Freund, Brother Owusu-Ankomah, davon zu überzeugen, seinen Zyklus „Microcron begins“ erstmalig zusammenhängend zu präsentieren.

„Wir freuen uns, insgesamt 40 Werke daraus hier im Kunstgebäude Bodenburg zeigen zu können“, erläuterte der Vorsitzende bei der gut besuchten Eröffnungsveranstaltung.

Insgesamt umfasst der Zyklus 94 Kunstwerke, viele davon sind derzeit in anderen Häusern und Galerien zu bestaunen. Wer alle in Augenschein nehmen möchte, muss daher zum Katalog greifen. In dem von Heike Flerlage zusammengestellten Buch werden alle 94 in Farbbildern vorgestellt. Nach der Zeit im Bodenburger „Bullenstall“ wandert die Ausstellung nach New York, Luxemburg oder London. Owusu-Ankomah, der in Ghana geboren ist, aber seit 28 Jahren in Bremen zu Hause ist, verwendet für seine Arbeiten immer anders farbig grundierte Leinwände. Darauf befinden sich Symbole und ein Mensch, der diese Zeichen anbetet oder nach ihnen greift. Die Symbole haben ihren Ursprung in der afrikanischen Kultur und anderen Ländern auf dem Erdball. Teilweise erfindet der Künstler sie auch selbst. Das erste Werk daraus mit dem Namen „Cosmic Seed“ zeigte der 58-jährige Owusu-Ankomah bereits vor fünf Jahren im Rahmen einer internationalen Gruppenausstellung in Bodenburg. „Meine Gemälde sind Versuche, Antworten auf fundamentale Fragen zu bekommen: Wer sind wir? Woher kommen wir? Was tun wir hier? Und wohin gehen wir? Durch die Suche nach diesen Antworten ist mir bewusst geworden, dass unser alltägliches Leben, so gewöhnlich und einfach es auch sein mag, eine tiefere Bedeutung und einen tieferen Sinn hat“, sagt der Bremer. Auch an anderer Stelle ist Owusu-Ankomah in Bodenburg allgegenwärtig. Der Kunstverein konnte im Jahr 2010 mit Hilfe einer privaten Spende eine Skulptur mit dem Titel „Durchblick“ installieren. Es ist die einzige, die im öffentlichen Raum zu sehen ist. Seitdem begrüßt die Lichtgestalt die Besucher des Kunstgebäudes mit offenen Armen. Die Ausstellung „Microcron begins“ ist bis zum 5. Oktober sonnabends von 15 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet.

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