Kosten: 1,5 Millionen Euro

Spatenstich für Kita und Mensa

Heinde – Endlich ist es soweit: Der Bau der neuen Kita und der Mensa an der Schule kann in den nächsten Tagen beginnen. Es ist das erste Projekt zwischen der Stadt Bad Salzdetfurth und der Gesellschaft für Kommunale Immobilien Hildesheim (GKHi). Noch vor Weihnachten soll Richtfest sein, im Juni 2021 soll der Mensa- und Kitabau fertiggestellt sein. „Vor der Hacke ist es dunkel“, zitierte Matthias Kaufmann zum Spatenstich am vergangen Freitag ein Sprichwort aus dem Bergbau. Der Prokurist der GKHi sieht gewisse Parallelen zum Bauvorhaben. Man wisse am Anfang nie, ob alles so klappt wie geplant, vom Budget bis zur Ausführung. Die GKHi sei 2011 auch gegründet worden, um Überraschungen, die ein Neubau häufig mit sich bringt, in Grenzen zu halten. Für Bad Salzdetfurths Bürgermeister ist Heinde derzeit baulicher Aktionsschwerpunkt. „Nach dem Hochwasserschutz im Winter haben wir mit dem Bau von Kita und Mensa ein großes Projekt vor uns“, sagte Gryschka. Im Juni des Jahres 2019 entschied sich der Stadtrat für einen Neubau. Gryschka lobte ausdrücklich das schnelle Verfahren: Das Grundstück musste angepasst werden, parallel lief das Bauleitverfahren, um so Zeit zu sparen. An den Kosten von 1,5 Millionen Euro beteiligt sich der Landkreis Hildesheim. „Gut angelegtes Geld“, freut sich Gryschka über die schnelle Umsetzung des ersten Bauprojektes mit der GKHi. Mit dieser Zusammenarbeit erhofft sich der Bürgermeister schlanke Strukturen im Bauablauf. Im Neubau ist für die 50 Kinder deutlich mehr Platz, nach 200 Quadratmetern Kita im Pfarrhaus stehen den Kindern dann 360 Quadratmeter zur Verfügung, plus der geteilten Nutzung der Mensa für Schule und Kita. Der Neubau sei auch für die Schule eine Verbesserung, sie ermöglicht langfristig Nachmittagsbetreuungen. Damit sei Heinde im Stadtgebiet die vierte Schule mit diesem Angebot. Als vor mehr als 30 Jahren der Spielkreis gegründet wurde und im Pfarrhaus Unterschlupf fand, war nicht abzusehen, dass hieraus einmal die Kita Regenbogen entstehen würde. Inzwischen platzt die Kita aus allen Nähten, und seit mehr als zwei Jahren steht fest, dass sich aufgrund der beengten Räume etwas ändern müsse, so Gryschka. „Kinder brauchen Entfaltungsmöglichkeiten“, betont der Bürgermeister. Seit 2017 im Boden Schwermetalle entdeckt wurden, dürfen die Kinder nicht mehr auf dem Außengelände der Kita spielen. Eine Lösung musste her. Lob gab es auch für die Anwohner, die gegen das Projekt keine Bedenken hatten. In den nächsten Wochen soll für sie eine Telefonnummer geschaltet werden, und es wird einen Flyer mit Informationen geben. Auch für Kai Schwetje ist es guter und wichtiger Tag für Heinde. „Kinder sind unser wichtigstes Gut“, betont der Ortsbürgermeister. Curd von Lenthe vom Schulausschuss lobt das zügige Verfahren und ist sich sicher: „Schule und Kita gewinnen beide.“ Von Lenthe betont zudem, dass die Wünsche der Anwohner nach Lärm- und Sichtschutz berücksichtigt werden.

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