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Nur die Türklinke spielt nicht mit

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Auf der Bühne spielen sich immer wieder turbulente Szenen ab: Mit der neuen Produktion „Othello darf nicht sterben“ feiert das Kleine Schauspiel einen großen Erfolg.

GROSS DÜNGEN  Alle sechs Vorstellungen ausverkauft – besser konnte es für das Kleine Schauspiel Groß Düngen nicht laufen. „Wir freuen uns wirklich über den guten Zuspruch“, erklärte Regisseur Klaus Möller.

Mit den Akteuren hatte er über viele Wochen die Komödie „Othello darf nicht platzen“ inszeniert. Die Besucher, die in der zum Theatersaal umfunktionieren Scheune Platz genommen hatten, waren jedenfalls von der Komödie, die bereits in vielen Schauspielhäusern zu sehen war, begeistert. Immer wieder gab es zwischen den doch recht turbulenten Szenen kräftigen Beifall. Nach dem Umzug aus dem Alten Fachwerkhaus in ihr neues Domizil war es die erste Produktion an dem neuen Ort. „Es ist alles gut verlaufen. Wir fühlen uns hier sehr wohl. Auch vom Publikum gab es durchweg ein positives Echo“, erklärte Klaus Möller. In dem Stück gab es mit Dirk Flindt und Thomas Weiberg gleich zwei Hauptdarsteller, die in die Person des dunkelhäutigen Othello schlüpften. Während Thomas Weiberg die gesamte Dauer geschminkt blieb, muss bei seinem Kollegen ganz schnell die Farbe wieder ab. Dafür war Visagistin Nicol Müller zuständig. Das Doppelspiel führt unweigerlich zu einer Reihe Verwechslungen. Daher ließen turbulente Szenen bei der neuen Produktion natürlich nicht lange auf sich warten: Im Opernhaus herrscht Aufregung. Der weltberühmte Tenor Tito Merelli soll am Abend als Othello auftreten. Operndirektor Saunders und seine Tochter Maggie sind aufgeregt. Nur Max, der Assistent der Theaterleitung, grollt heimlich, so gut wie Tito Merelli singt er schon lange. Doch niemand gibt ihm eine Chance. Als Tito aus Versehen ein Röhrchen mit Schlaftabletten schluckt und Direktor Saunders plötzlich keinen Tenor mehr hat, bietet sich für ihn diese Chance. Kaum ist der falsche Othello in Richtung Bühne unterwegs, erweist sich auch der Heldentenor wieder als quicklebendig und möchte partout seinen Part singen… In dieser Saison standen auf der Bühne: Elvira Drauschke (Maggie), Dirk Flindt (Max), Paul Wolff (Saunders), Thomas Weiberg (Tito Mirelli), Valentina Schülter (Maria), Michael Demuth (Page), Birgit Köhler (Diana) und Mechthild Wolff (Julia). Falls es mal dem Text haperte, sprang Souffleuse Ulla Klages ein. Aber nicht alles lief bei den Vorstellungen glatt. Für Schmunzeln sorgte – nicht nur beim Publikum – der Moment, als ein Darsteller plötzlich die Türklinke in der Hand hielt. Das Marktteam von „Oyserst interessant“ servierte an den beiden Wochenenden ausgesuchte Getränke und Speisen. Die nächste Theatersaison kommt bestimmt. „Wir suchen neue Mitspieler. Interessierte möchten sich doch bitte melden“, startet der Regisseur schon einmal einen Aufruf.

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