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Kleiner Lebensretter

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Der Ausbildungsbeauftragte des DRK-Kreisverbandes, Tilman Lampe, zeigt den Besuchern des Aktionstages in Wehrstedt, wie einfach die Bedienung des Defibrillators ist. Foto: Vollmer
Der Ausbildungsbeauftragte des DRK-Kreisverbandes, Tilman Lampe, zeigt den Besuchern des Aktionstages in Wehrstedt, wie einfach die Bedienung des Defibrillators ist. Foto: Vollmer

Wehrstedt J „Wenn der Defibrillator auch nur einem Menschen hilft, ist das Geld gut angelegt gewesen“, sagt Christian Bolm. Der Wehrstedter Ortsbrandmeister hatte die Idee, solch ein lebensrettendes Gerät für die Bewohner in Wehrstedt und Umgebung anzuschaffen. Er weiß, dass bei einem Herzstillstand jede Minute zählt. Je schneller das Gerät vor Ort ist, umso größer ist die Chance, dass der Patient überlebt.

Weil die in der Nähe verfügbaren Rettungswagen auch mal unterwegs sein können, sei der in Wehrstedt stationierte Defibrillator eine sinnvolle Ergänzung. Rund 1 900 Euro kostet das Gerät, das auch von Laien durch entsprechende Ansagen bedient werden kann. Rund 1 000 Euro haben bereits Sponsoren und Spender zugesagt. Im Rahmen eines Aktionstages vor dem Südkauf Markt ging es darum, durch das Einsammeln von Spenden die Finanzierung zu sichern. Sollten nach dem Kassensturz immer noch Mittel fehlen, springt der Ortsrat ein. Der Ausbildungsbeauftragte des DRK-Kreisverbandes Hildesheim-Marienburg, Tilman Lampe, begrüßt die Initiative in Wehrstedt. „Wenn beide Autos unterwegs sind, kann man vor Ort frühzeitig tätig werden“, erläutert der DRK-Mann, der den Bürgern anhand eines Übungsgerätes die korrekte Handhabung zeigte. „Das Gerät gibt einem die entsprechenden Schritte vor. Nur wenn es nötig ist, werden Stromstöße abgegeben. Es ist praktisch ausgeschlossen, etwas falsch zu machen“, erläutert Tilman Lampe. Auch einigen skeptischen Bürgern konnte der Ausbildungsbeauftragte deutlich machen, dass die Bedienung ganz einfach ist.

Einsatzfahrzeug

Nach dem Kauf des Defibrillators wird das Gerät in einem Wehrstedter Einsatzfahrzeug der Feuerwehr deponiert. Sollte es einen Notfall im Ort oder einem Nachbardorf geben und kein Rettungswagen in der Nähe verfügbar sein, veranlasst die Leitstelle eine Alarmierung der Wehrstedter Feuerwehr. Die trifft dann wahrscheinlich früher beim Patienten ein als ein Rettungswagen, der unter Umständen in Hildesheim starten muss. „Wir werden jetzt einen Kassensturz machen, damit der Defibrillator schnellstmöglich angeschafft werden kann“, meint der Ortsbrandmeister. mi

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