Forstgenossenschaft Wesseln feiert ihren runden Geburtstag / Rückblick auf vier Jahrzehnte

40 Jahre nachhaltige Forstbewirtschaftung

Josef Bertram, Renate Krause, Josef Ringe-Krause und Alois Kleintje vom Vorstand der Forstgenossenschaft Wesseln freuen sich auf der Jubiläumsfeier anlässlich des 40-jährigen Bestehens auch über die Erfolge ihrer nachhaltigen Forstwirtschaft. Foto: Rischmüller

WESSELN J Beste Laune bei der Jubiläumsfeier der Forstgenossenschaft Wesseln: Es gab nicht nur das 40-jährige Bestehen zu feiern, sondern auch die neuesten Ertragszahlen sorgten für zufriedene Gesichter bei den Forstgenossen. Der Vorsitzende Josef Bertram nutzte die Gelegenheit, um auf die letzten vier Jahrzehnte zurückzublicken. Er stellte den für den Menschen bedeutenden Zeitraum von 40 Jahren in die Relation eines Waldlebens. Danach sei ein Wald mit 40 Jahren gerade mal jugendlich und es stehe die erste Durchforstung an. Viele pflegende Maßnahmen über ein Mehrfaches dieses Zeitraumes hinaus seien notwendig, um einen qualitativ wertvollen erwachsenen Wald heranzuziehen.

Bezogen auf das Bestehen der Forstgenossenschaft Wesseln beschrieb Bertram eine Vielzahl von zukunftsorientierten Aktivitäten, die zu der gegenwärtigen, guten Ertragslage geführt hätten. „Die Arbeit und der Weitblick der vorangegangenen Generationen führen in der Gegenwart zu den vorgestellten Gewinnen. Was wir heute aufbauen, ernten unsere Enkel“, betonte Bertram und wies auf den Generationenvertrag hin.

Das Gründungsereignis selbst aus dem Zusammenschluss vierer Forstgenossenschaften habe zu einer Bündelung der Kräfte und Ressourcen geführt. So habe man schon sehr früh die Bedeutung des Steinbruchs erkannt und unter der Leitung des ehemaligen Vorsitzenden Aloys Kleintje die Abbruchgenehmiung erwirkt und die Verpachtung der Bewirtschaftung vorangetrieben. Dieses sei bis heute ein wichtiges Standbein für den wirtschaftlichen Erfolg der Forstgenossenschaft.

Mit Blick auf das Wohlergehen der zukünftigen Generationen wurden in nicht unerheblichem Umfang Investitionen in Form von Waldankäufen getätigt, was zu einem um etwa neun Hektar größeren Grundbesitz als zu Zeit der Gründung geführt habe. Darüber hinaus habe man einige Hektar Ackerflächen aufgeforstet und einen Umbau von nicht standortgerechten Fichtenreinbeständen in stabile Laubbaummischbestände bewirkt. So spiegele sich die kontinuierliche Entwicklung auch in der durch die betreuenden Niedersächsischen Landesforsten vorgenommen Inventur, der sogenannten Forsteinrichtung, wider. Überaus positive Zahlen für die Massen- und Wertenticklung sowie die große Strukturvielfalt der Bestände werden bescheinigt.

Für die nächsten 40 Jahre wünschte Bertram allen Anwesenden, dass der Wald von großen Kalamitäten wie Käfern, Stürmen und sonstigen Wetterextremen verschont bliebe. „Wir haben einen guten Wald und das soll auch so bleiben“, hieß es, bevor es dann ans Feiern ging. ar

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