Kräftiger Gegenwind gegen den Beschluss

Der Hotze zieht um

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Der Hotze zieht in den Kurpark um. Dort wird in nächster Zeit der genaue Standort festgelegt.

BAD SALZDETFURTH– Der Hotze zieht in den Kurpark um. Nachdem der Bad Salzdetfurther Ortsrat sich einstimmig für den Standortwechsel ausgesprochen hat, votierte einige Tage später auch der Verwaltungsausschuss geschlossen für den Umzug.

„Wir haben uns über Monate mit dem Thema ausgiebig beschäftigt und dazu auch viele Gespräche geführt“, erklärte Ortsbürgermeister Dr. Bernhard Evers. Dabei seien auch zahlreiche Argumente pro und contra zur Sprache gekommen. In einer Sitzungsunterbrechung hatten die zahlreichen Besucher der Sitzung noch einmal Gelegenheit, ihre Meinung zu äußern. Neue Argumente waren aber nicht darunter. Stattdessen gab es kräftig Gegenwind. Museumsleiter Johann Ludyga warf der Verwaltung vor, die Sitzungsvorlage so konstruiert zu haben, dass die Skulptur aus der Mitte weg muss. Außerdem sei die eingebrachte Resolution für den Verbleib des Hotzes nicht ernst genommen worden. Die Einwohner von Bad Salzdetfurth hätten in dieser Frage keine Position beziehen können. Eine Bürgerbefragung wäre nach Ludygas Meinung der richtige Weg gewesen. „Ein neuer Standort ist notwendig, damit der Marktplatz nach der Umgestaltung optimal genutzt werden kann“, sagte dagegen Helga Willig. Sie schlug vor, die Skulptur in die Nähe des Bahnhofes zu versetzen. Horst Geldmacher sieht das Förderrad am Bahnhof als eine gute Option und Thomas Seidler könnte sich vorstellen, die Figur auf einer Art Insel in der Lamme zu positionieren. Der Ortsrat hatte im Vorfeld aber bereits den Kurpark festgelegt. So soll der Hotze in Verlängerung des Gradierwerks stehen. Die Verwaltung wird nun eine Art Modell in Originalgröße bauen, um die Platzierung und Ausrichtung an Ort und Stelle zu simulieren. Der Ortsrat möchte gemeinsam mit dem Kurbetrieb und jeweils einem Vertreter des Geschichtsvereins und KVV die exakte Position abstimmen. Der Ortsrat behält sich allerdings das endgültige Entscheidungsrecht vor. Ortsbürgermeister Evers machte deutlich, dass der Bergbau keinesfalls missachtet werde, wenn der Soltmann einen anderen Standort erhält: „Er bleibt für jeden zugänglich und erlebbar.“ Eine Festlegung des genauen Ortes erfolgt im April. Der Umzug soll in Hinblick auf die geplanten Bauarbeiten am Marktplatz möglichst schnell über die Bühne gehen.

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