In 13 Einzelteilen zum neuen Standort

Hotze-Abbau verläuft ohne Probleme

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Mitarbeiter des Bauhofes bauen den Hotze am Marktplatz ab und transportieren ihn in 13 Einzelteilen zum neuen Standort im Kurpark.

Bad Salzdetfurth – Mitarbeiter des Bad Salzdetfurther Bau-hofes haben Dienstagmorgen den Hotze abgebaut. Damit kann nun der Startschuss für die Umgestaltung des Marktplatzes erfolgen. 

„Der Auftrag ist erteilt. Nach den bisherigen Planungen wird die Baufirma noch in diesem Jahr einen Kran in dem Bereich in Stellung bringen“, berichtet der städtische Bauingenieur Josef Ringe-Krause. Zuvor müssen aber noch diverse Arbeiten an den Versorgungsleitungen erfolgen. Schilder, Pflanzen und Pflaster werden ebenfalls abgeräumt. Als nächster Schritt folgt dann das Ausschachten einer Baugrube. Der erste Abschnitt sieht eine Verschwenkung der Ufermauer und den Bau einer Treppe an der Lamme vor. Sie lädt später einmal zum Verweilen ein. Besucher können von dort aus direkt an das Wasser und den Lammegarten gelangen, wo verschiedene Pflanzen das Bild bestimmen. Als Verblendung kommt Thüster Sandstein zum Einsatz. „Der gelbliche Naturstein wurde auch schon an der Umgehungsstraße verwendet“, erläutert Ringe-Krause. Für den zweiten Abschnitt, der sich von der St. Georgs-Kirche bis zur Firma Schulze erstreckt, bereitet das Bauamt gerade die Ausschreibung vor. Da geht es dann in erster Linie um die Oberfläche samt Fahrbahn. Die Beleuchtung, Pflanzen und Sitzmöbel sind weitere Themen, die dann in den Fokus rücken. Der Abbau des Hotzes ist ohne Probleme verlaufen und wurde ausschließlich von städtischen Mitarbeitern erledigt. Nach 33 Jahren verlässt die Soltmann-Figur den Standort und wandert nach dem Beschluss der städtischen Gremien in den Kurpark. Dort soll er dann schnellstmöglich auf einem bereits mit Natursteinen gepflasterten Bereich wieder aufgebaut werden. „Es ist gut, dass nun endgültig mit dem Standortwechsel ein Schlussstrich unter das Thema gezogen ist“, sagte Ortsbürgermeister Dr. Bernhard Evers, der die Arbeiten gestern Morgen ebenfalls verfolgt hat. Schließlich hatte es in den vergangenen Monaten immer wieder heftige Diskus-sionen um den Verbleib des Hotzes gegeben. Ein Kran hievte die 13 Einzelteile der Figur auf den städtischen Transporter. Gut gesichert wurden sie nach und nach zum Kurpark gebracht. Der Soltmann war im Sommer 1986 im Rahmen einer sechswöchigen Kontakt-Kunst-Aktion entstanden. Aus Obernkirchener Sandstein, Stahl und Messing schufen die Künstler Otto Almstadt, Hans-Werner Kalkmann und Klaus Müller-Krug die Skulptur, die typische Elemente Bad Salzdetfurths aufweist. Sie stellt einen Bergwerksknappen dar, dessen Beine in stilisierten Wellen auslaufen – ein Hinweis auf das Salzwasser, das die Grundlage des Kurortes Bad Salzdetfurth verdeutlicht. 

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