Neuer Trafostandort sorgt für Unmut / Ortsrat wünscht bessere Kommunikation

Hochwassersituation ungelöst

Hans-Jürgen Allewelt und Gabriele Viezens sind im Heinder Ortsrat neu verpflichtet. Foto: Konrad-Nöhren

HEINDE Noch hat sich nicht viel getan in Sachen Hochwasserschutz der Wulfeskuhle, am Ostertor und Kirchberg. Ortsratsmitglieder und Bürger haben sich von der Stadt Bad Salzdetfurth ein schnelleres Handeln versprochen. Für Gesprächsstoff während der letzten Ortsratssitzung des Jahres sorgt auch der neue Standort der Trafostation. Ortsbürgermeisterin Bärbel Lehrke bedauert hierbei die fehlende Kommunikation seitens der Verwaltung. Der Standort ist bei Bürgern und Gremiumsmitgliedern gleichermaßen umstritten.

Das nächste Hochwasser kommt bestimmt, aber was richtet es dann für Schäden an? Das fragen sich Anwohner der betroffenen Gebiete und wollten wissen, wie und vor allem wann reagiert die Behörde. Dementsprechend voll war es zur Ortsratssitzung. Obwohl das Problem seit langem bekannt ist, hat sich seit der letzten Sitzung im Juli wenig getan. Erst kurz vor der Sitzung habe die Stadt den verrohrten Kanal in der Wulfeskuhle untersucht und festgestellt, dass das Wasser dort ungehindert abfließen könne. „Eine reine Alibi-Funktion“, sagt Bärbel Lehrke sichtlich verärgert. Die Prüfung für ein Regenrückhaltebecken stehe noch aus, berichtet Cornelia Bartnick von der Stadt und verweist auf die kommende Sitzung im März. Zudem müsse für einen besseren Hochwasserschutz am Kirchberg nicht öffentlich mit Privateigentümern verhandelt werden.

Große Diskussionen gibt es um die neue Trafostation an der Ecke Schulstraße / Freiherr-vom-Stein-Straße. Gremium und Bürger fühlen sich gleichermaßen bei Planung und Standortfrage übergangen. Gremiumsmitglied Kai Schwetje betont, dass sich die Verwaltung zumindest Vorschläge von Ortsratsmitgliedern hätte einholen können. „Im Rahmen der guten Zusammenarbeit gehört es sich, zu informieren, auch, um Ärger zu vermeiden.“

Spielgeräte vom alten Spielplatz am Zickzack-Weg Kantstraße sollen auf andere Spielplätze verteilt werden. Der Spielplatz wird nicht mehr genutzt und die Geräte können anderweitig besser genutzt werden.

Für die Kriegsgräberfürsorge findet der Ortsrat keine freiwilligen Sammler mehr. Einzig Wolf-Jürgen Herzog gehe zu den Vereinen und bittet dort um eine Spende. Der Ortsrat wird weiterhin einen Obolus aus der Kasse beisteuern.

Außerdem entscheidet das Gremium, die Seniorenweihnachtsfeier der Kirchengemeinde, am dritten Advent, mit 200 Euro zu unterstützen. Ebenfalls einstimmig beschließen die Mitglieder, die Jugendarbeit des Schützenvereins und die Renovierungsarbeiten des Schießstandes und Aufenthaltsraumes mit 650 Euro zu honorieren.

Curd von Lenthe weist darauf hin, dass die Treffen „Trittsteine für Heinde“ weiterhin für jeden Interessierten offen stehen. Der besseren Zusammenarbeit wegen, werden die Gruppen verschlangt. Weiterhin sucht der Ortsrat einen öffentlichen Grillplatz. Die Verantwortlichen des Heinder Sportvereins haben es abgelehnt, hierfür eine Ecke des Sportplatzes zur Verfügung zu stellen. Hier will das Gremium nochmals das Gespräch mit dem Vereinsvorsitzenden suchen.

Als Nachfolger von Kurt Renner und Bettina Emmerich-Jüttner sind Hans-Jürgen Allewelt und Gabriele Viezens nachgerückt. mk

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare