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Das Heilmittel „Moor“ erkundet

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Vertreter der Landesverbände der Krankenkassen und Geschäftsführer Martin Kaune (4.v.r.) vor dem Kurmittelhaus. Foto: Fritzsche
Vertreter der Landesverbände der Krankenkassen und Geschäftsführer Martin Kaune (4.v.r.) vor dem Kurmittelhaus. Foto: Fritzsche

BAD SALZDETFURTH  Den Rahmen der Preisverhandlungen mit den Landesverbänden der Krankenkassen für die niedersächsischen Heilbäder und Kurorte, die in diesem Jahr in Bad Salzdetfurth geführt wurden, nutzte Martin Kaune, Geschäftsführer des Salzdetfurther Kurmittelhauses dazu, den Landesverbands-Vertretern das ortsgebundene Heilmittel „Moor“ näher zu bringen.

Kaune als Vorstandsmitglied im Niedersächsischen Heilbäderverband und Mitglied im Preisverhandlungsausschuss, zeigte auf, welch hoher Aufwand nötig ist, um die ortsgebundenen typischen Heilmittel im Therapiebereich zu verabfolgen und machte deutlich, dass diese qualitativ sehr hochwertige Moortherapie zwischenzeitlich bundesweit zu einer Rarität geworden ist.

Wulf-Dieter Schlebusch, verantwortlicher für die Therapieabläufe im Salzdetfurther Kurmittelhaus zeigte vor Ort, was genau sich hinter einer Moortherapie verbirgt und zeigte die breit gefächerten Einsatzmöglichkeiten auf, die von Erkrankungen des Bewegungsapparates über rheumatische und frauenspezifische Erkrankungen oder Behandlungen bei unerfülltem Kinderwunsch reichen.

„Für ein Naturvollbad werden rund 250 Liter Frischmoorsubstanz benötigt, die mit speziellen Einrichtungen aufwändig aufbereitet werden müssen und die anschließend auch wieder in die ursprünglichen Gewinnungsgebiete zurücktransportiert und dort quasi recycelt werden“, informierte Schlebusch. „Das Naturmoor wird bei einer Moorpackung mit etwa 51 Grad eingesetzt und im Moorbadbereich sprechen wir von 42 Grad, die auf den Patienten einwirken. Jede dieser Behandlungen nimmt jeweils eine Dauer von einer Stunde in Anspruch.“

„Wir wollten den Vertretern der Krankenkassen-Landesverbände deutlich machen, welche Voraussetzungen für das Prädikat des „Staatlich anerkannten Moorheilbades“ überhaupt nötig sind und wir konnten unseren Gästen einen recht informativen Hintergrund bieten. Wir arbeiten mit den Vertretern bereits seit vielen Jahren sehr vertrauensvoll zusammen und es ist durchaus bekannt, in welcher Liga unsere niedersächsischen Heilbäder und Kurorte angesiedelt sind.“

Es wurden nach Aussage des Geschäftsführers auch in diesem Jahr wieder Preisverhandlungen auf Augenhöhe geführt und konnten für das laufende Jahr soweit abgeschlossen werden, dass nunmehr nur noch die Absegnung durch die Vorstandsgremien der Krankenkassen und der Mitgliederversammlung benötigt wird.

„Qualitativ sehr hochwertige Leistungen erfordern einen entsprechenden Preis“, machte Martin Kaune deutlich. fri

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