Neujahrsempfang in Groß Düngen: Bürgerliches Engagement gelobt

Gute Nachrichten im Gepäck

Zahlreiche Vertreter der Vereine und Verbände kommen zum Neujahrsempfang des Ortsrates Groß Düngen. Foto: Vollmer

GROSS DÜNGEN J Juliane bekommt am 4. Februar ihre dringend benötigte Stammzellenspende. In wenigen Tagen wechselt die Achtjährige, die im vergangenen Jahr erneut an Blutkrebs erkrankt war, auf eine spezielle Station der Medizinischen Hochschule in Hannover. „Dort wird sie dann auf die Übertragung der Stammzellen vorbereitet“, erklärte Silvia Wolter, die mit der Familie Schmidt eng befreundet ist, beim Neujahrsempfang des Groß Düngener Ortsrates.

Es gab aber noch eine weitere gute Nachricht für die vielen Menschen, die in den vergangenen Wochen großen Anteil an der Erkrankung des Mädchens genommen haben. „Es stehen in den Vereinigten Staaten sogar zwei Spender mit genau den identischen genetischen Übereinstimmungen zur Verfügung. So kann der andere einspringen, wenn es wider Erwarten Probleme bei der Übertragung der lebensnotwendigen Stammzellen auftreten. Bessere Voraussetzungen gibt es nicht“, freute sich Wolter.

Juliane gehe es derzeit den Umständen entsprechend gut. „Sie hatte nur Angst, dass sie auf der neuen Station nichts zu essen bekommt. Mit der Spielekonsole, die es dort gibt, dürfte ihr ganz bestimmt auch nicht langweilig werden“, erzählte die Freundin der Familie. Auch wenn bei der groß angelegten Typisierungsaktion in Groß Düngen, an der sich Ende Oktober über 700 Personen beteiligt haben, nicht der Spender für Juliane gefunden wurde, könnten die neu gewonnenen Daten vielleicht anderen Patienten irgendwo auf dem Erdball helfen.

Rund 70 Vertreter aus dem öffentlichen Leben waren der Einladung des Ortsrates zum Neujahrsempfang gefolgt. Ein Dank galt der Firma Rapiro, die in diesem Jahr die Räume zur Verfügung gestellt hat. Dass bürgerliches Engagement viele Gesichter hat, machte Ortsbürgermeister Marc Busche in seiner Ansprache deutlich. Als Beispiel nannte er die vielfältigen Aktivitäten des AWO-Ortsvereins. „Er ist eine aktive Säule im sozialen Bereich unserer Region“, sagte Busche. Aber auch der Sportverein spiele in einer immer älter werdenden Gesellschaft eine wichtige Rolle. Auch auf kulturellem Gebiet sei in Groß Düngen allerhand los. An die Organisatoren der Märkte appellierte Marc Busche, ihre erfolgreiche Arbeit fortzusetzen.

Anschließend berichtete Bad Salzdetfurths Bürgermeister Henning Hesse über aktuelle Themen, insbesondere über die Flüchtlingssituation. Einige Gäste haben wahrscheinlich auch auf neue Informationen zum Hochwasserschutz gewartet. Doch da gab es nicht viel Neues zu berichten. „Hochwasserschutz ist ein sehr zähes Thema, an dem viele Behörden beteiligt sind. Wir sind in Gesprächen mit den zuständigen Stellen. Der Landkreis will 2016 näher informieren“, erläuterte der Bürgermeister. Heiko Räther, Chef der Stadtwerke Bad Salzdetfurth und der Bäder-Gesellschaft, blickte unter anderem auf die Modernisierung des Freibades. mi

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