Kurbetriebsgesellschaft Bad Salzdetfurth ist mit Geschäftsjahr zufrieden / Aufwandserhöhungen von rund 130 000 Euro

„Gute Ergebnisse und ein gutes Betriebsklima“

Martin Kaune (Mitte), Geschäftsführer der Kurbetriebsgesellschaft, stellt mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Bernhard Brinkmann (rechts) und seinem Stellvertreter Dr. Bernhard Evers den Jahresbericht vor. Foto: Martensen

BAD SALZDETFURTH „Insgesamt blicken wir recht zufrieden auf das letzte geprüfte Geschäftsjahr zurück.“ Mit diesen Worten läutete Martin Kaune, Geschäftsführer der Bad Salzdetfurther Kurbetriebsgesellschaft, seinen Jahresbericht für 2011 ein. Zusammen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Bernhard Brinkmann (SPD) und dessen Stellvertreter Dr. Bernhard Evers (CDU) stellte er die aktuellen Zahlen jetzt in einem Pressegespräch vor.

„Die Ertragslage“, so Martin Kaune, „hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbessert und die Zielvorgaben, die im Wirtschaftsplan vorgesehen waren, haben wir vollumfänglich verwirklichen können.“ So haben sich die betrieblichen Erträge trotz unvermeidbarer Kostensteigerungen, zum Beispiel im Bereich der Instandhaltungen und Reparaturen von technischen Anlagen, um rund 120 000 Euro verbessert.

Im Jahresbericht der Wirtschaftsprüfer an den Aufsichtsrat wird auch in diesem Jahr wieder festgestellt, dass der Mehrjahresvergleich eine sehr günstige Entwicklung im Personalbereich zeigt. Die in den Vorjahren durchgeführten Konsolidierungsmaßnahmen haben zu einer nachhaltigen Kostensenkung beigetragen und werden auch die künftigen Jahresergebnisse positiv beeinflussen. Immerhin sind durch die über Jahre durchgeführten Maßnahmen in den verschiedenen Bereichen insgesamt etwa 50 Stellen eingespart worden.

Bernhard Brinkmann und Dr. Bernhard Evers lobten in diesem Zusammenhang die jetzige Stammbelegschaft von 50 Mitarbeitern als „ ein hochqualifiziertes Team, das bei den Patienten und auch im Aufsichtsrat hohe Anerkennung findet“. Freude herrschte bei den Vertretern der Kurbetriebsgesellschaft darüber, dass die Entwicklung der eigenen Jahresergebnisse im überörtlichen Vergleich zu anderen Kurbetrieben in Norddeutschland wiederum als günstig bezeichnet wurde.

Erfreulich auch die Entwicklung in anderen Bereichen. So konnten mit gut 10 000 Übernachtungsgästen etwa 1 000 Gäste mehr begrüßt werden als im Jahr zuvor, die Übernachtungszahlen lagen bei etwa 117 000, wobei der Löwenanteil aus den beiden örtliche Rehabilitationskliniken resultiert. Das Solebad verzeichnet rund 153 000 Jahresbesucher und im Therapiezentrum wurden etwa 22 000 Therapieanwendungen abgegeben.

Die genannten Zahlen machen deutlich, dass das Kurwesen in Bad Salzdetfurth auch unter fremdenverkehrlichen Aspekten einen großen Stellenwert einnimmt. So sind im Kurpark, der immerhin zwei der insgesamt bundesweiten 30 Gradierwerke beherbergt, jährlich etwa weitere 60 000 Tagesgäste anzutreffen.

Neben der Wirtschaftsprüfung, die mit einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk abschloss, fand auch eine weitere Prüfung durch das Rechnungsprüfungsamt des Landkreises statt, die ebenfalls zu einem rundum erfreulichen Ergebnis kommt und besonders die Einsparung an Personalkosten im Geschäftsjahr 2011 in Höhe von 1 235 000 Euro hervorhebt, die durch die seit Jahren praktizierte personalwirtschaftliche Gegensteuerung erreicht wurde und, so Geschäftsführer Kaune, „nur mit einer gut funktionierenden Belegschaft und darüber hinaus nur mit einem guten Betriebsklima möglich ist“. Sowohl im Solebad als auch im Therapiezentrum mussten mit Beginn dieses Jahres Preiserhöhungen vorgenommen werden. Im Solebad wurde etwa der Einzeleintrittspreis um 0,30 Euro erhöht.

Nach bereits erheblichen unvermeidbaren Kostensteigerungen im Vorjahr von rund 65 000 Euro fallen jetzt weitere Aufwanderhöhungen von rund 130 000 Euro an, unter anderem aufgrund weiterer Preissteigerungen bei den Stromkosten und der gesetzlich verankerten Energiesteuern. Mit zahlreichen Einsparungsmöglichkeiten wie dem Feierabendtarif oder Mehrfachkarten werden auch weiterhin Vergünstigungsregelungen angeboten. Im Bereich der Wellnessanwendungen sind die Preise „deutlich umfangreicher“ erhöht worden, wobei nicht ein Cent der Erhöhung bei der Kurbetriebsgesellschaft verbleibt. Vielmehr hat das zuständige Bundesministerium der Finanzen die aktuelle Umsatzbesteuerung für den Bereich „Wellnessleistungen“ von bislang sieben Prozent auf nunmehr stolze 19 Prozent erhöht. rm

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