Traditioneller Neujahrstreff in Bad Salzdetfurth / Ortsratsmitglieder zücken ihre Zylinder

Gemeinsinn spielt große Rolle

Traditionell steigt Ortsbürgermeister Wolfgang Dettmer für seine Neujahrsansprache auf einen Tisch.

BAD SALZDETFURTH  „Wir sitzen alle in einem Boot, wenn es um das Wohl unserer schönen Kurstadt geht“, betonte Bad Salzdetfurths Ortsbürgermeister Wolfgang Dettmer beim traditionellen Neujahrstreff, bei dem die Kommunalpolitiker seit vielen Jahren ihren Zylinder zücken.

Der Gemeinsinn spiele gerade auch beim Blick auf das neue Jahr eine große Rolle. „2015 bringt sicherlich wieder viele Herausforderungen, die wir mit einer positiven Haltung in den Blick nehmen wollen“, erklärte Wolfgang Dettmer, der zum 14. Mal am Neujahrstag für seine Ansprache auf den Tisch gestiegen war. „Die Aufgaben, die vor unserer Haustür liegen, sind genauso wichtig wie die Probleme in der Welt“, meinte Dettmer. Er wünschte sich, dass die Augen auf Projekte in der Stadt gerichtet sind. „Gerade zum neuen Jahr kann es doch ein Zeichen sein, wenn wir uns auf lokaler Ebene einsetzen“, sagte der Chef des Ortsrates.

Im Mittelpunkt müsse dabei eine positive Entwicklung des Kurortes stehen. Ihn beschäftigen zum Beispiel die Asylbewerber, die in Bad Salzdetfurth eine neue Heimat gefunden haben. „Es gibt sicherlich auch Probleme mit diesen Menschen. Aber wenn wir uns in diesem Bereich konkret einsetzen, können wir mit unserem Engagement vor der eigenen Haustür etwas gegen die Not in der Welt tun“, ist der Ortsbürgermeister überzeugt. Die Kommune müsse stets das große Ganze im Blick haben.

2014 habe sicherlich bei dem einen oder anderen Spuren hinterlassen. In bester Erinnerung seien unter anderem das Mountainbikerennen, das Altstadtfest, die Open-Air-Konzertreihe des Kultur- und Verschönerungsvereins oder das Adventsfest im Kurpark geblieben. Dettmer bedankte sich bei allen ehrenamtlich engagierten Menschen, die einen Beitrag im öffentlichen Leben geleistet haben. „Es wurde teilweise hart gearbeitet, damit am Ende die Bilanz positiv ausfällt“, erklärte er vor den Vertretern der Vereine und Verbände, die in die Gaststätte „Zur Altstadt“ gekommen waren.

Landrat Reiner Wegner nutzte die Gelegenheit, um an den Verkauf des TecCenters zu erinnern. Er ist überzeugt, dass die Entwicklung weiter positiv verläuft. Stadt und Landkreis hätten in den zurückliegenden Jahren eine wichtige Aufgabe erfüllt. Erhebliche Investitionen seien auch im Solebad getätigt worden.

Bürgermeister Henning Hesse unterstrich, dass der Neujahrsempfang eine gute Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch zwischen den Vertretern der Vereinen, Bürgern und Politik bietet. „Es können Ideen ausgetauscht oder auch Missverständnisse ausgeräumt werden“, meinte der Verwaltungschef. Die Ehrenamtlichen hätten einen besonderen Stellenwert im Stadtgebiet. Konkret nannte Hesse den Runden Tisch, der sich um die derzeit 70 Kriegsflüchtlinge bemüht, oder auch den Sozialbeirat, der den Menschen in vielen Bereichen mit Rat und Tat zur Seite steht.

Ein Versprechen machte Pastor Klaus-Daniel Serke den Gästen. Die Renovierung der St. Georgs-Kirche werde früher beendet als die Eröffnung des neuen Berliner Flughafens. Die Gemeinde will am 29. März die Wiedereinweihung feiern. Derzeit sind die Handwerker dabei, eine neue Heizung zu installieren. Einen Dank richtete Wolfgang Dettmer an die Volksbank Hildesheimer Börde, die den Empfang als Sponsor unterstützte. Zur guten Tradition zählt auch die Spendensammlung in den Reihen der Besucher. In dem Sparschwein landeten bis zum frühen Nachmittag 268 Euro. Der Ortsrat rundete die Summe kurzerhand auf 300 Euro auf. Das Geld ist für die Kinderfeuerwehr Bad Salzdetfurth bestimmt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare