Über 700 Gartenzwerge bevölkern Friedhelm Gabels Garten

Viele muntere Gesellen

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Friedhelm Gabel ist der Herr über mehr als 700 Gartenzwerge.

Detfurth – Ein Zwergenkönig ohne knallrote Zipfelmütze? Das geht eigentlich gar nicht. „Ja schon, da fehlt was. Aber leider ist die Mütze verschwunden“, sagt Friedhelm Gabel, der Herr über mehr als 700 Gartenzwerge, die pünktlich zum Auftakt der Saison den Weg in seinen Garten gefunden haben.

Dann musste es zwangsläufig beim traditionellen Almauftrieb halt ohne Kopfbedeckung gehen. Aber zumindest schlüpfte der 64-Jährige noch schnell in ein ganz spezielles T-Shirt, auf dem „Zwergenkönig“ in großer Schrift zu lesen ist. Damit auch jeder weiß, mit wem er es zu tun hat. Aber das wissen seine Gäste nur allzu gut. Das Aufstellen der Zwerge hat mittlerweile Kultstatus erlangt. Es gibt Blasmusik, Bratwürstchen und Kinderspiele. Nicht nur ganz Detfurth scheint auf den Beinen zu sein, auch zahlreiche Gäste aus dem Umland wollen den Moment, wenn Friedhelm Gabel seine Mini-Mitbewohner ans Tageslicht befördert, auf keinen Fall verpassen. Damit es nicht zum Chaos rund um das schmucke Eigenheim kommt, wird für den Almauftrieb die Straße gesperrt. Es vergeht kein Jahr, in dem nicht einige Gartenzwerge hinzukommen. Bei der Neuauflage gab es von der Freiwilligen Feuerwehr „Bad Detfurth“ einen ganz besonderen Lösch-zwerg, der natürlich einen besonderen Platz auf der riesigen Fläche findet. In den vergangenen Tagen hat sie Friedhelm Gabel alle ohne fremde Hilfe aus dem Keller ins Freie befördert – und mit dem Zollstock akkurat in Reih und Glied platziert. Seine Sammelleidenschaft begann nach der Grenzöffnung zu Polen. Auf den Märkten an der Grenze wurden die ersten großen Zwerge gesichtet, die dann einen neuen Platz in Detfurth gefunden haben. Bei Geburtstagen oder unschlagbaren Angeboten kamen weitere hinzu. Seitdem wuchs die Zahl stetig an. Bereits Wochen vor Saisonbeginn beginnt Friedhelm Gabel damit, ein Großteil der Zwerge auf Vordermann zu bringen. „Alle sind einfach nicht zu schaffen. Die übrigen kommen dann beim nächsten Mal an die Reihe“, berichtet er. Der Name vom Detfurther „Zwergenauftrieb“ stammt übrigens von Gerhard Bosum. „Zuerst haben einige darüber geschmunzelt oder schauten ziemlich ungläubig“, erinnert sich Gabel. Am Ende spreche aber der Erfolg für sich. Und nicht zu vergessen ist der Spaß für alle Beteiligten, für den an dem Tag auch Karlfried und Christine Luther als die „Ambergauer“ und das Musikcorps Breinum sorgte. Die Herrenschaft servierte den Besuchern Speisen und Getränke. Der Erlös aus dem Almauftrieb ist für das Kirchenprojekt „Wünsch Dir was!“ bestimmt.

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