15 Stadtführer präsentieren einen Spaziergang durch die Jahrhunderte

50 Führungen durch die Kurstadt

Bei Gästen ein beliebtes Fotomotiv: Die Fachwerksubstanz in der Altstadt. Foto: Martensen

BAD SALZDETFURTH Eine beachtliche Gruppe von Interessierten hat vor knapp drei Jahren einen Ausbildungskurs zum Stadtführer in Bad Salzdetfurth absolviert. „Immerhin 15 Damen und Herren aus dieser Gruppe sind dabei geblieben und präsentieren mit viel Begeisterung und Engagement ihre Stadt“, berichtet Birgit Ziemann, die bei der Stadt Bad Salzdetfurth für die Öffentlichkeitsarbeit und damit auch für die Stadtführungen zuständig ist. „Jeweils für zwei bis drei Monate werden die Termine unter ihnen einvernehmlich aufgeteilt“, sagt sie. Im vergangenen Jahr haben 24 offene Führungen stattgefunden. Sie werden jeden ersten Sonnabend und dritten Sonntag eines Monats durchgeführt, beginnen immer um 14 Uhr, dauern 90 Minuten und starten vor dem Stadthistorischen Sole-, Salz- und Kali-Bergbau-Museum am St. Georgsplatz im Stadtzentrum. Erwachsene zahlen vier Euro. Kinder unter 14 Jahren können in Begleitung eines Erwachsenen kostenfrei teilnehmen.

Neben den offenen Führungen gab es im vergangenen Jahr 16 private Gruppenführungen. So war etwa eine Gruppe von Landfrauen in der Kurstadt zu Gast und mehrere Klassentreffen wurden mit einer Stadtführung eingeleitet. Zehn Einsätze gab es für die Stadtführerinnen und Stadtführer zudem für das Relexa-Hotel, das in seinen Pauschalangeboten auch die Führungen aufgenommen hat. Insgesamt haben somit im Jahr 2013 rund 500 Besucher den Spaziergang durch die Jahrhunderte unternommen und damit eine Stadt kennengelernt, die wie kaum eine andere vom Salz geprägt wurde. Von den ersten Salzsiedern bis hin zum industriellen Bergbau hat die Geschichte des Salzes sichtbare Spuren im Ort hinterlassen, die den Besuchern während der Führungen gezeigt werden. „Auch Bad Salzdetfurther, die hin und wieder an den Stadtführungen teilnehmen, sind manchmal erstaunt, was sie dabei an Neuem über ihre Stadt erfahren“, sagt Birgit Ziemann.

Der Weg führt die Gäste vom Museum an der Lamme entlang durch die Altstadt, bei der die Besucher immer wieder von der beeindruckenden Fachwerksubstanz begeistert sind. Sie erfahren von der über 800-jährigen Geschichte mit Hochwassern und Feuersbrünsten, Zerstörung und Wiederaufbau, Krisenzeiten und wirtschaftlichem Aufstieg. Den Höhepunkt und Abschluss des Rundgangs bilden die historischen Gradierwerke im Kurpark. Sie wurden einst aus wirtschaftlichen Gründen erbaut, um durch die Verdunstung des Wassers eine stärkere Konzentration der Sole zu erhalten. Heute dienen sie als Freiluftinhalation zur Förderung der Gesundheit und geben den Besuchern das Gefühl einer frischen Nordseebrise.

Die nächste Stadtführung für Besucher aber auch Einheimische findet am 19. Januar statt. rm

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