TecCenter: Etimex in Bad Salzdetfurth schließt

106 Mitarbeiter betroffen

Das Unternehmen Etimex schließt seinen Produktionsstandort im Bad Salzdetfurther TecCenter
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Das Unternehmen Etimex schließt seinen Produktionsstandort im Bad Salzdetfurther TecCenter.

Bad Salzdetfurth – Die Etimex-Gruppe hat die Schließung des Produktionsstandortes in Bad Salzdetfurth beschlossen. 

Das Unternehmen informierte: „Mit den gefassten Beschlüssen des Gesellschafterausschusses wurden die Weichen für eine zukunfts- und wettbewerbsfähige Aufstellung des Geschäftssegments Mobility gestellt, das sich mit dem rasanten Wechsel von Verbrennungsmotoren zur Elektromobilität konfrontiert sieht.“ Dr. Thomas Hiebaum, Geschäftsführer der Etimex, teilte am Donnerstag mit: „Die Einstellung der Komponentenproduktion in Bad Salzdetfurth ist schmerzvoll für unsere betroffenen Mitarbeiter. Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. In den kommenden Jahren sehen eine Beschleunigung in der Umstellung der Antriebssysteme und rechnen langfristig nicht mit einem Wiedererstarken der Verbrennungsmotoren.“ 106 Mitarbeiter seien nach seinen Angaben betroffen. Betriebsrat und Belegschaft sind informiert worden, Sozialpläne werden erarbeitet. „Wir befinden uns erst am Anfang. Bis September 2021 soll alles abgeschlossen sein“, erklärte Hiebaum.   Der Geschäftsführer fügte hinzu: „Nur wenn wir unsere strukturellen Überkapazitäten jetzt reduzieren und konsequent in das Produkt- und Lösungsportfolio für elektronische Antriebssysteme und sichere Batterieaufnahmesysteme investieren, gelingt es uns, auf dem hart umkämpften Markt langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.“ Gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern erarbeite Etimex nun verantwortungsvolle und möglichst sozialverträgliche Lösungen für die betroffenen Mitarbeiter in Bad Salzdetfurth. Ebenfalls hat das Unternehmen erste Sondierungsgespräche mit der Stadt Bad Salzdetfurth aufgenommen.   Grund für die Einstellung der Komponentenproduktion in Bad Salzdetfurth sei die rückläufige Auslastungssituation in allen europäischen Automotive-Werken des Unternehmens und der Wegfall des Komponentengeschäfts für Verbrennungsmotoren in einem auf Sicht nicht wachsenden Markt. Deshalb passe Etimex die vorhandenen Überkapazitäten dem Marktbedarf an und verringere damit zugleich den Kostendruck, der auf der Unternehmensgruppe laste. Am 22. Oktober soll es ein gemeinsames Gespräch mit Bürgermeister Björn Gryschka und der Hi-Reg geben. „Hier wollen wir gemeinsam Möglichkeiten ausloten, was machbar ist“, erklärt der Bürgermeister auf RuBS-Nachfrage. Wenngleich er nicht die großen Erwartungen hat. Etimex gehöre zu den größeren Unternehmen im Stadtgebiet. Gryschka lobt die persönliche Information durch den Geschäftsführer. „Eine Kontaktaufnahme bei markanten Veränderungen gehört zum guten Ton.“  gre

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