Nikias Graën entscheidet mehrere Berufswettbewerbe für sich

Erfolgreicher Jungbauer

Ausbildung auf einem Familienbetrieb: Heinrich, Björn und Johannes Marheineke mit ihrem neuen Berufskollegen Nikias Graën (von links). Foto: Schirdewahn

RÖDERHOF / HEINDE Nikias Graën ist kein Bauernsohn, sein Beispiel zeigt aber, dass auch ohne „genetische Vorbelastung“ der Weg zum erfolgreichen Landwirt möglich ist. Gerade 21 Jahre alt geworden, hat der Heinder nicht nur die Ausbildung beendet, sondern auch schon mehrere Berufswettbewerbe der Landjugend für sich entschieden.

Nach dem Kreisentscheid in Hildesheim stellte er sich in Celle der Konkurrenz auf Bezirksebene und in Rotenburg/Wümme auf Landesebene. Beim Bundesentscheid in Rendsburg erreichte er immerhin den siebten Platz unter 35 Teilnehmern. In der Theorie ging es dort um Allgemeinbildung wie um Fachwissen, etwa die Düngeverordnung oder Motortechnik. Zur praktischen Prüfung gehörten Geschicklichkeitsfahren und Rangieren mit dem Schlepper. In einer Präsentation sollen die Teilnehmer auch rhetorisches Geschick zeigen. Das kann wiederum ein Fachthema betreffen oder Betrachtungen über die persönliche und berufliche Zukunft.

Die ersten Zugänge zur Landwirtschaft hatte Nikias Graën von unterschiedlichen Seiten: Seine Oma, bei einem süddeutschen Landmaschinenhersteller beschäftigt, schenkte ihm entsprechende Treckermodelle. Später half er auf einem Hof in seinem Heimatort Heinde und kam schließlich beim „Zukunftstag“ mit Familie Marheineke auf Gut Röderhof in Berührung. Dort beendete er jetzt nach dem zweiten Ausbildungsjahr seine Lehre, nachdem er zuvor ein Jahr auf dem viehreichen Lehr- und Forschungsgut Ruthe verbracht hatte. Im Vergleich bestätigte sich seine stärkere Neigung zum Ackerbau. Bei allem Wissensdurst zeigte der junge Landwirt stets einen Hang zum Praktischen: Ursprünglich Scharnhorstschüler, wechselte er zur Oberstufe in den Agrarzweig der Michelsenschule. Mit dem Berufsabschluss in der Tasche will er nun ein Studium beginnen, allerdings nicht in Göttingen oder an einer anderen Universität, sondern an der Fachhochschule Osnabrück – es soll eben nicht zu theorielastig werden. Im Anschluss kann er sich eine Tätigkeit als Betriebsleiter vorstellen.

Zuvor aber will Graën noch auswärtige Erfahrungen sammeln. Einen Aufenthalt in Polen hat er schon fest im Blick, aber auch das Traumziel Südfrankreich mit seinem Lavendelanbau.

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