Gleichstellungsbeauftragte Ursula Geiger hört nach 19 Jahren auf

Dank für erfolgreiche Arbeit

BAD SALZDETFURTH Dass so viele Frauen zur Ratssitzung gekommen waren, lag nicht an Jahresabschlüssen für die Jahre 2010 und 2011 oder den Ausbaubeiträgen für die Brückenstraße in Breinum. Die große Gruppe wollte sich genauso wie Bad Salzdetfurths Bürgermeister Erich Schaper von der langjährigen Gleichstellungsbeauftragten Ursula Geiger verabschieden, die nach 19 Jahren ihre Tätigkeit in der Kurstadt beendet.

„Im Laufe der Zeit hat sich Ursula Geiger sehr großes Vertrauen im und außerhalb des Rathauses erworben“, betonte der Verwaltungschef. Die Funktion der Gleichstellungsbeauftragten habe sich zu einer Institution entwickelt. Diese Tatsache verdiene große Anerkennung.

Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, um an vergangene Zeiten zu erinnern. Damals sei das Amt der Frauenbeauftragten ein völlig neues Metier gewesen. Der eine oder hatte mit der neuen Funktion, die der Gesetzgeber den Kommunen vorgeschrieben hatte, durchaus seine Schwierigkeiten. Acht Bewerbungen lagen der Verwaltung vor. Die Wahl von Ursula Geiger erfolgte einstimmig, blickte Schaper zurück. „Das war eine gute Entscheidung“, so der Bürgermeister. Sie sei in ihrem Amt und als Mensch ein Glücksfall gewesen. Sowohl Frauen als auch Männer hätten ihre Tätigkeit stets geachtet. „Ursula Geiger galt überall als zuverlässige und vertrauensvolle Ansprechpartnerin vieler Frauen. Dinge wurden mit absoluter Vertraulichkeit behandelt. In Stillem hat die Gleichstellungsbeauftragte ebenfalls viel bewegt. Sie hinterlässt Spuren in Bad Salzdetfurth“, meinte der Bürgermeister, der ebenfalls die zahlreichen Veranstaltungen und Projekte unter ihrer Regie nicht unerwähnt ließ. Nicht nur die Frauen würden Ursula Geiger in sehr guter Erinnerung behalten. „Auch für mich war das damals absolutes Neuland. Der Erfolg des gesetzten Zieles stand immer ganz oben“, erklärte darauf die scheidende Gleichstellungsbeauftragte. Ohne die Vernetzung von Fachleuten oder Institutionen wäre es nicht möglich gewesen, eine erfolgreiche Arbeit zu leisten. Statt auf Konfrontationskurs zu gehen, bevorzugte sie lieber ein Vier-Augen-Gespräch. Für Ursula Geiger beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt. Sie versprach aber, auch künftig öfter Bad Salzdetfurth zu besuchen. Von politischer Seite bedankten sich Lars Schirrweit (SPD), Dr. Bernhard Evers (CDU) sowie Margret Köster (Grüne) für die gute Zusammenarbeit. Besonders froh ist Ursula Geiger darüber, dass ihre Arbeit fortgesetzt wird. Ihre Nachfolgte tritt Ute Fenske an, die sich erfolgreich auf die Stelle beworben hatte. Die Bad Salzdetfurtherin übt ebenfalls eine Teilzeitstelle bei der Stadt aus. mi

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