Rutschmeisterschaften im Bad Salzdetfurther Freibad

Christian Ruhe ist nicht zu toppen

Christian Ruhe ist der Sieg nicht zu nehmen. In 10,88 Sekunden absolvierte er die gut 30 Meter lange Strecke.

BAD SALZDETFURTH  Ob es jemals gelingt, Christian Ruhe den Titel abzujagen? Das sieht wohl eher schlecht aus, denn auch bei der neuen Auflage der beinahe schon legendären Rutschmeisterschaften holte er sich im Freibad Bad Salzdetfurth unangefochten mit einer Bestzeit von 10,88 Sekunden den ersten Platz bei den Erwachsenen.

Christian Ruhe, der seit Jahren den Rekord von 10,84 Sekunden hält, scheint ein Naturtalent zu sein. Der erfolgreiche Starter muss scheinbar nicht für den Erfolg trainieren. Er kommt, rutscht und siegt. So einfach geht das. Nicht viel anders sieht es bei seinem Bruder Benjamin aus, der mit 11,39 Sekunden Platz zwei verbuchte. Den dritten Platz holte sich Georg Heinze in 12,12 Sekunden. Doch da ist sicherlich noch Potential nach oben. Die Frauen waren in der Kategorie der 45 Einzelstarter nur mit einer Starterin vertreten. Daniela Stoffregen verbuchte auf der gut 30 Meter langen Strecke mit 13,09 Sekunden immerhin Rang neun in der großen Gruppe. 15 Mannschaften, die jeweils mit drei Personen besetzt waren, hatten es auf den Titel abgesehen.

Den größten Erfolg feierten dabei die „Ewigen Zweiten“ mit Tom Ritzel, Harald Schiller und Karl-Heinz Eilers, die nun in einer Zeit in einer Gesamtzeit von 37,74 Sekunden ganz oben auf dem Treppchen standen. Was für ein Erfolg, den sie sich doch schon so lange herbeigesehnt hatten. Platz zwei schafften zeitgleich – auf die Hundertstel Sekunde genau – die beiden Teams „Sportfreunde“ und „Lokomotive“ mit 38,74 Sekunden. Das „Neue Team“, das sich erstmalig an den Rutschmeisterschaften beteiligte, freute sich über Platz drei. „Kein schlechtes Ergebnis für die Premiere“, waren sich alle einig. Zur guten Tradition gehört es auch, dass die Bewohner des „Hauses Gertrudenberg“ mit von der Partie sind. Zwölf Frauen und Männer rutschten mit allen anderen außer Konkurrenz um die Wette.

Bei den Kindern bis zum Jahrgang 2000 war Bennet Seißler mit 12,43 Sekunden der Schnellste. Jüngste Starterin war Lene Werner, Jahrgang 2011, die in ihrer Altersklasse den fünften Platz erreichte. Bei den Kinderteams war der Jubel bei den „Lammetalern“ am Lautesten. Platz zwei ging an die „Rutsch-Pinguine“. Dritte wurden „Die lustigen 3“.

Für die Meisterschaften zeichneten wieder die Stadtwerke Bad Salzdetfurth verantwortlich. Die erfolgreichen Teilnehmer nahmen aus den Händen von Chef-Organisator Harald Schiller Pokale in Empfang. Im Vergleich zu den letzten Veranstaltungen blieb die Teilnehmerzahl jedoch hinter den Erwartungen zurück.

Gründe für das geringere Interesse könnten das unbeständige Wetter der letzten Zeit oder der relativ spät liegende Termin sein. Manch einer hat vielleicht die Freibadsaison bereits abgehakt, hieß es. Die Teilnehmer hatten jedenfalls viel Spaß, zumal das Wetter auch noch passte. mi

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