Polizeikommissariat Bad Salzdetfurth stellt Kriminalstatistik für das Jahr 2013 vor

Bürger sind aufmerksam

Uwe Semper und Heiko Wöbbecke danken der Bevölkerung für ihre Mithilfe. Insgesamt werden 2031 Straftaten in der Statistik des vergangenen Jahres ausgewiesen. In der Asservatenkammer kamen etliche Dinge zusammen. Das Spektrum reichte vom Brecheisen bis zur Haschpfeife. Foto: Vollmer

Als Beispiel nannte er zum Beispiel Wohnungseinbrüche, die der Polizei in letzter Zeit große Probleme bereiten. „Das Meldeverhalten der Bürger möge weiterhin so bleiben“, sagte Semper. Das Zusammenspiel von Polizei und der Öffentlichkeit sei hervorragend. Es bestehe ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis.

Die Beamten haben im Jahr 2013 insgesamt 2 031 Straftaten in den Gemeinden Bad Salzdetfurth, Bockenem, Schellerten, Holle, Söhlde und Lamspringe erfasst. Von den angezeigten Delikten konnten 66,27 Prozent aufgeklärt werden. Damit liegt das Kommissariat Bad Salzdetfurth wie auch in den Vorjahren deutlich über dem Landesschnitt von 61,26 Prozent. „Die guten Ergebnisse der drei Vorjahre konnten somit bestätigt werden“, freute sich Uwe Semper.

Aufklärungsquote

Obwohl die Diebstahlsdelikte mit 581 registrierten Fällen rückläufig sind, sieht der Leiter des Kriminalermittlungsdienstes, Heiko Wöbbecke, mit großer Sorge auf die Diebstähle aus Wohnungen. „Auffällig ist, dass der landesweite Trend bei der Zunahme der Diebstähle aus Wohnungen auch im hiesigen Zuständigkeitsbereich zu verzeichnen ist“, erläuterte Heiko Wöbbecke. Die Zahl schnellte von 37 auf 76 nach oben. Die hohe Aufklärungsquote von 28,95 Prozent täusche nicht darüber hinweg, dass es immer wieder Hinweise auf überörtliche Täter gibt, die weitaus schwieriger als einheimische Langfinger zu ermitteln sind. Da gebe es sicherlich noch Verbesserungspotential, so Wöbbecke. So schnell wie die zwielichtigen Gestalten auftauchen, sind sie dann auch wieder verschwunden. Die in der Nähe verlaufende Autobahn kommt ihnen mit der Flucht gerade recht. Positiv stimmt ihn jedoch, dass immer mehr Bürger aufmerksam sind und mit ihren Beobachtungen, Hinweisen und Aktivitäten dazu beitragen, dass Täter ermittelt werden können. Als Beispiel nennt der Ermittler, dass ein Nachbar mit dem Handy Fotos von verdächtigen Personen am Gartentor gemacht hat.

Ein besonders kritischer Blick gilt auch den Tankbetrügereien, die in erster Linie auf der Raststätte Hildesheimer Börde die Beamten beschäftigen. Die Zahl der Anzeigen stieg von 58 auf 97. Um fast 50 Prozent schnellte auch der Warenbetrug nach oben. 38 Fälle fanden sich Ende 2013 in den Akten wieder.

Durch die Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe der Ermittlungsbereiche Bad Salzdetfurth und Schellerten/Söhlde wurde im Ostkreis, insbesondere in der Gemeinde Söhlde, Licht ins Dunkel gebracht. Dementsprechend erhöhten sich die Fallzahlen für das gesamte Gebiet des Polizeikommissariats von 106 auf 176 an. Allein in Söhlde wurden 80 Verfahren eingeleitet. Im Vorjahr waren es nur acht Anzeigen.

Auch in Bockenem mussten wieder in 41 Fällen Ermittlungen getätigt werden. Während die Fallzahlen in Bad Salzdetfurth, Lamspringe und Bockenem insgesamt rückläufig waren, blieb die Gemeinde Schellerten auf dem Vorjahresniveau. In Holle vermerkt die Statistik eine leichte Erhöhung, in Söhlde machen sich die Rauschgiftdelikte in der Statistik stark bemerkbar. mi

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