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Begeisterung für Nachwuchskünstler

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Tosender Applaus für eine rundum gelungene Darbietung (von lins): Florian Franke, Lisa Bretschneider, Stefan Wurz und Vinzenz Rössig (Assistent des Pianisten).
Tosender Applaus für eine rundum gelungene Darbietung (von lins): Florian Franke, Lisa Bretschneider, Stefan Wurz und Vinzenz Rössig (Assistent des Pianisten).

GROß DÜNGEN Nach seinem Debüt vor zwei Jahren stand der Groß Düngener Nachwuchskünstler Florian Franke nun erneut auf den „Kleinen Brettern“ im Alten Fachwerkhaus. 130 Zuhörer feierten enthusiastisch in zwei ausverkauften „Fachwerkhäuschen“ den begabten Bariton und seine ebenso talentierte Kommilitonin, die Sopranistin Lisa Bretschneider, am Klavier begleitet wurden sie von dem Pianisten und Komponisten Stefan Wurz. Unter dem Titel „classic meets musical“ stellten die jungen Sänger ein abwechslungsreiches, aber vor allem für ihre Verhältnisse anspruchsvolles Programm vor.

Florian Franke studiert erst im zweiten Semester an der renommierten Musikhochschule in Detmold, Lisa Brettschneider beendet in diesem Sommer ihr Studium dort. Von Mozart über Mendelsohn und Wagner bis Bernstein, Webber und Lehar hatten sie den musikalischen Bogen weit gespannt. Sehr schön der Auftakt – nicht nur stimmlich, auch schauspielerisch – als Papageno verzweifelt im Publikum seine Papagena sucht, sie nicht findet und Pamina ihn vor dem Suizid bewahrt. Sehr berührend dann das Duett aus der Zauberflöte: „Bei Männern, welche Liebe fühlen“.

Mit Lisa Bretschneider hatte sich Florian Franke nicht nur eine sympathische Künstlerin an seine Seite geholt, ihr klarer reiner Sopran begeisterte die Zuhörer, besonders in der Arie der Susanna „deh vieni non tardar“ aus der Hochzeit des Figaro. In seiner Moderation erzählte Florian unter anderem, dass er auch einige Sprachen lernen müsse, mit dem Schwerpunkt auf italienisch, was er mit der Arie des Figaro „Non piu an drai“ schon gekonnt demonstrierte. Eine Stecknadel hätte zu Boden fallen können, man hätte sie nicht gehört, so andächtig lauschten die Zuhörer dem warmen lyrischen Bariton, als er den „Abendstern“ aus der Oper „Tannhäuser“ von Richard Wagner sang.

Mit einer Überraschung und Spannung sorgte dann Stefan Wurz für den Übergang in den zweiten Teil, die leichtere Muse des Abends.

Er hatte aus 23 Titeln eine „Abba-Sonate“ komponiert und die Tischgemeinschaft. die die meisten Titel heraushörte, bekam eine Flasche Wein aus seiner schwäbischen Heimat. Beide Künstler zeigten dann, dass sie auch das leichte Metier schon beherrschen und wie wandlungsfähig ihre schönen Stimmen sind. Ob Lisa Bretscheider mit „I could have danced“ aus „My fair Lady“ und Florian Franke mit „wenn ich einmal reich wär“ aus „Anatevka“ oder im Duett mit „all I als of you“ aus dem „Phantom der Oper“, das Publikum war einfach nur begeistert.

Als sie dann noch zu „Lippen schweigen“ aus der „Lustigen Witwe“ von Lehar einen Walzer auf das kleine Parkett legten, nahm der Applaus kein Ende.

Nach der obligatorischen Zugabe bedankte sich auch die Organisatorin, Lieselotte Bogun, bei den drei Künstlern und erneuerte das Versprechen des Kulturvereins, den künstlerischen Werdegang des jungen Talents mit Auftritten auf der kleinen Bühne zu unterstützen.

Florian Franke sagte: „Mit der Gage kann ich meinen Meisterkurs bezahlen“ und bedankte sich beim Kulturverein Groß Düngen für die Unterstützung.

Zum Abschluss der Saison gab es – wie jedes Jahr – nach dem Ohrenschmaus die obligatorischen Leckerbissen aus der „Obstweinschänke“.

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