Hunderte bummeln über den Groß Düngener Weihnachtsmarkt / Vorbereitungen haben sich erneut gelohnt

Auf dem Bahnhofsvorplatz herrscht wieder dichtes Gedränge

Der kunsthandwerkliche Weihnachtsmarkt in Groß Düngen ist sehr beliebt. Foto: Vollmer

Groß Düngen J Die Organisation des kunsthandwerklichen Weihnachtsmarktes in Groß Düngen ist in jedem Jahr für die Männer und Frauen vom örtlichen Förderverein ein Kraftakt. Die Liste der Dinge, die im Vorfeld zu erledigen sind, passt längst nicht mehr auf ein Blatt Papier. Ob es sich auch finanziell lohnt, steht allerdings in den Sternen. „Wir hoffen natürlich auf einen Überschuss“, erklärt der Vorsitzende des Fördervereins, Andreas Claas.

Im Falle eines Reingewinnes profitieren in der Regel die Jugendlichen aus dem Ort davon. „Wir haben zum Beispiel 2015 eine Ferienpassaktion initiiert“, berichtet Claas. Die Busfahrt führte die 20 Jungen und Mädchen im Sommer nach Neustadt am Rübenberge. Dort stand der Besuch eines Gnadehofes auf dem Programm. „Das war eine runde Sache“, so der Vorsitzende. Auch die Schule hätte bereits von einem Überschuss profitiert. „Wir sind aber schon froh, wenn sich der Markt trägt“, meint der Groß Düngener.

Ebenso unterstützte der Förderverein die Typisierungsaktion von Juliane, die an Blutkrebs erkrankt ist. Auf dem Weihnachtsmarkt wurden zusätzlich einige Sparschweine aufgestellt.

Die größten Posten auf der Ausgabenseite sind in jedem Jahr die Mietkosten für das große Zelt und die Rechnung des Stromlieferanten. „Das Zelt trägt sich nur, wenn auch der letzte Meter belegt ist“, erklärt Andreas Claas. Dazu kommen die unterschiedlichsten Gebühren, darunter ist zum Beispiel die Gema für die musikalischen Beiträge. Auch die Genehmigungen seien trotz der Unterstützung durch die Stadt nicht zum Nulltarif zu haben. Auch die verschiedenen Gruppen wie der Heinder Posaunenchor, der Turnerspielmannszug oder Adam’s Guitar School würden für ihren Auftritt natürlich auch eine Anerkennung erhalten. „Nun werden wir einen Kassensturz machen. Reich werden wir jedenfalls nicht von dem Markt“, sagt der Vorsitzende, der in Sachen Besucherzahl jedenfalls eine positive Bilanz zieht.

Zeitweise herrschte wie in jedem Jahr ein dichtes Gedränge auf dem Bahnhofsvorplatz. „Es hat eigentlich alles gepasst. Das Wetter konnte kaum besser sein“, freut sich Andreas Claas, der in diesem Jahr bei den Vorbereitungen von einem zwölfköpfigen Team unterstützt wurde.

Nach dem guten Zuspruch im vergangenen Jahr stand wieder eine Weihnachtsbaumversteigerung auf dem Programm. 20 Bäume kamen unter den Hammer. „Auch da hat uns ein Sponsor unterstützt, der uns die Pflanzen zur Verfügung gestellt hat. Sonst wäre so eine Aktion gar nicht möglich, berichtete der Chef des Fördervereins. Auktionator Matthias Mehler hatte keine Mühe damit, die Tannen unter das Volk zu bringen. Auch das spontane Weihnachtsliedersingen fand guten Anklang bei den großen und kleinen Leuten.

Der mittlerweile 35. kunsthandwerkliche Weihnachtsmarkt bot wieder eine abwechslungsreiche Mischung der unterschiedlichsten Artikel wie Schmuck, Mineralien, Filzarbeiten sowie Seifen, Öle, Gewürze oder Fruchtaufstriche. Großen Spaß hatten auch die kleinen Besucher. Natürlich legte auch der Weihnachtsmann einen Stopp in Groß Düngen ein. Zum großen Teil sorgten die örtlichen Vereine für die Speisen und Getränke. mi

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