1. leinetal24
  2. Lokales
  3. Bad Salzdetfurth

AWO-Ortsverein feiert 50. Geburtstag

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Ulrike Schaper (links) und Matthias Bludau zeichnen Maria Diekmann (2. von links) und Gertrud Wedekin (3. von links) für ihr 50-jähriges Wirken in der Arbeiterwohlfahrt aus. Foto: Vollmer
Ulrike Schaper (links) und Matthias Bludau zeichnen Maria Diekmann (2. von links) und Gertrud Wedekin (3. von links) für ihr 50-jähriges Wirken in der Arbeiterwohlfahrt aus. Foto: Vollmer

Groß Düngen J August Harlis, Heinrich Germer, Theo Diekmann, Edith Diekmann, Erich Neumann und Gerhard Wedekin haben vor 50 Jahren in Groß Düngen den Arbeiterwohlfahrt-Ortsverein ins Leben gerufen. „Ihnen gebührt ein besonderer Dank“, erklärte die Vorsitzende Ulrike Schaper bei der Jubiläumsfeier.

Bereits kurze Zeit später seien die ersten Ausflüge für Senioren geplant worden. „Neben einer Vielzahl von sozialen Aufgaben, denen sich der Ortsverein von Anfang an widmete, nahmen Angebote für Kinder und Jugendliche einen hohen Stellenwert ein. Ziel der ersten Kinderfahrt war im Juni 1966 Cuxhaven-Duhnen. Auch Familienfreizeiten gehörten mit zum Angebot des Ortsvereins. „Für die jungen Leute und Familien war das in der damaligen Zeit die einzige Möglichkeit, in den Ferien zu verreisen. Heute ist das kaum noch vorstellbar“, meinte Ulrike Schaper.

Es gab allerdings nicht nur rosige Zeiten bei der AWO in Groß Düngen. Nach 2002 kam die Arbeit beinahe zum Erliegen. Es gab bereits Überlegungen, sich dem Ortsverein Bad Salzdetfurth anzuschließen. Nur eine Gruppe aktiver Frauen, die für die geselligen Kaffeenachmittage verantwortlich zeichnete, blieb bei der Stange. Sie ist übrigens auch heute noch mit großer Freude dabei. Die damalige stellvertretende Kreisvorsitzende Marlene Kahrmann nahm die nicht ganz einfache Situation zum Anlass und lud alle Interessierten in die Sozialstation ein. Es galt, einen Neubeginn zu starten. Der Versuch war von Erfolg gekrönt. Seit 2007 zeichnet Ulrike Schaper für den Ortsverein verantwortlich. Neuer Stellvertreter wurde Ernst Fibich. „Wichtig sind für uns Gemeinschaft, Geselligkeit, Gespräche, Hilfestellungen und kreatives Arbeiten in geselliger Runde“, erläuterte Ulrike Schaper.

Einige Beispiele sind zum Beispiel Spielenachmittage für die Senioren, eine Frühstücksrunde, Kreativkurse oder Aktivitäten für Kinder. Die Vorsitzende bedankte sich bei allen Mitstreitern, die sich ehrenamtlich engagieren und immer wieder neue Ideen einbringen.

Der frühere Bundestagsabgeordnete Bernhard Brinkmann erinnerte in seiner Festrede unter anderem an die Gründungszeit der Arbeiterwohlfahrt im Dezember 1919. Ein großes Potential seien die 25 Millionen Menschen, die sich ehrenamtlich in Deutschland engagieren. „Ohne sie würde der Staat nicht funktionieren. Das sind die wahren Helden des Alltags. Die ehrenamtlich Tätigen haben Dank, Ankerkennung und Respekt verdient“, stellte Bernhard Brinkmann heraus. Auch die derzeitige Flüchtlingssituation sei ohne diese Helfer kaum zu stemmen.

Fundament

„Die Ortsvereine bilden das Fundament für die vielfältigen Aktivitäten der AWO“, so der Festredner. Bürgermeister Henning Hesse überbrachte Glückwünsche der Verwaltung, der Ortsbürgermeister und Ortsvorsteher für das 50-jährige Wirken in Groß Düngen und Umgebung. „Die AWO ist ein unverzichtbarer Bestandteil im sozialen Netz der Stadt“, meinte der Verwaltungschef. Der Kreisvorsitzende Matthias Bludau zeichnete gemeinsam mit Ulrike Schaper verdiente Mitglieder aus. So engagieren sich Maria Diekmann, Gertrud Wedekin und Walter Hage seit der ersten Stunde für die AWO Groß Düngen. Mit den Gedanken waren die Freunde der Arbeiterwohlfahrt aber auch bei der siebenjährigen Juliane Schmidt aus Groß Düngen, die erneut an Leukämie erkrankt ist.

Eine Typisierungsaktion findet am Sonnabend, 31. Oktober, von 11 bis 16 Uhr in der Schulturnhalle statt. Die Geburtstagsgäste sammelten spontan einen Betrag von 425 Euro für die Typisierung und Registrierung der Spender. mi

Auch interessant

Kommentare