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Der Adolf-Stoffregen-Turm kann wieder bestiegen werden. Von der auf 22 Metern Höhe gelegenen Aussichtsplattform genießen die ersten Besucher den Ausblick in die Landschaft.

BAD SALZDETFURTH - Der Adolf-Stoffregen-Turm kann wieder bestiegen werden. „Die Sanierungsarbeiten sind beendet“, erklärte die Vorsitzende des Kultur- und Verschönerungsvereins Bad Salzdetfurth (KVV), Helga Willig.

Für rund 15 000 Euro wurden die maroden Eichenbohlen gegen einen Gitterrost aus Metall ersetzt. Bei der Gelegenheit haben die Handwerker auch gleich die Holzgeländer ausgewechselt. Wegen des hohen Unfallrisikos war der Turm seit vergan-genem Jahr für die Öffentlichkeit gesperrt. Helga Willig dankte allen Beteiligten für die großartige Unterstützung. Sonst ließe sich solch ein großes Projekt gar nicht in die Tat umsetzen. Zuvor mussten Absprachen mit den beiden Telekommunikationsunternehmen getroffen werden, die dort Antennenanlagen installiert haben. Zu Beginn der Arbeiten waren zwei Industriekletterer vor Ort, die Teile der Antennen an einen neuen Platz versetzt haben. „Sämtliche Arbeiten wurden zu unserer vollsten Zufriedenheit ausgeführt“, freute sich Helga Willig. Ganz allein musste der Kultur- und Verschönerungsverein die Kosten für die Sanierung der Aussichtsplattform nicht bestreiten. Stadt und Ortsrat gewährten jeweils einen Zuschuss von 1 500 Euro. 1 400 Euro erhielt der KVV von der Firma Molsen Metallbau aus Groß Düngen. Ein Betrag von 2 000 Euro kam bei der beliebten Veranstaltungsreihe „Freitags 19.30 Uhr – draußen und umsonst“ zusammen. In den beiden vergangenen Jahren wurde das rote Sparschwein von den Besuchern kräftig gefüttert. „Das ist schon ein toller Erfolg“, freut sich die Vorsitzende. Und nicht zuletzt bekommt der Verein jährlich einen Betrag von den Telekommunikationsanbietern für die Antennen auf dem Turm. Ebenso freute sich Bürgermeister Henning Hesse darüber, dass der 22 Meter hohe Turm nun wieder von Spaziergängern und Wanderern bestiegen werden kann. „Gerade bei den Stadtführern wurde immer wieder nachgefragt, wann wieder die Möglichkeit besteht, die Blicke über den Baumwipfeln schweifen zu lassen“, sagte der Verwaltungschef. Die Stadt habe das Vorhaben gerne unterstützt. Der Adolf-Stoffregen-Turm passe zu den Themenbereichen Natur und Gesundheit hervorragend in das Leitbild der Stadt. „Der Rundweg Nummer sechs liegt auf dem Weg“, erwähnte Hesse. Auf kurzer Distanz könnte jeder nach dem Besteigen der 111 Stufen einen grandiosen Ausblick erleben. Dr. Hans-Georg Tracht hat vor 34 Jahren den Turm selbst mit auf dem Burgberg eingeweiht. Nun berichtete der Ehrenvorsitzende des KVV noch einmal über die Gründe, warum es damals überhaupt zu dem Bau gekommen ist. Ganz in der Nähe fanden die Burgbergturnfeste statt, auch die Klinken sind nicht weit entfernt. „Ein wichtiger Aspekt waren auch die Kurgäste und der Standpunkt des Turmes auf etwa 200 Metern Höhe“, berichtete der Ehrenvorsitzende. Vom Kabusturm, der ebenfalls dem KVV gehört, sei es nicht möglich, einen Blick auf die Stadt zu erhaschen. Nachdem dann auch die Finanzierung sichergestellt werden konnte und alle Absprachen mit den zuständigen Behörden und Stellen positiv verlaufen waren, konnte der Bau beginnen. Der Entwurf stammt von dem inzwischen verstorbenen Hildesheimer Architekten Heinz Geyer. Nach gut einjähriger Bauzeit wurde der Adolf-Stoffregen-Turm am 18. Dezember 1982 einge-weiht. Die Baukosten beliefen sich seinerzeit auf 140 000 Mark. Nach der Freigabe ließen es sich die Gäste nicht nehmen, bei bestem Herbstwetter die Aussicht vom Turm zu genießen. - mi

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