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1001 Nacht im Schulzentrum

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Bunte Kostüme sowie verschiedene Tänze und Stilrichtungen wurden in der Abendshow der „1001 Nacht“ von regionalen Gruppen, wie hier Colors of Orient, präsentiert. Foto: Rischmüller
Bunte Kostüme sowie verschiedene Tänze und Stilrichtungen wurden in der Abendshow der „1001 Nacht“ von regionalen Gruppen, wie hier Colors of Orient, präsentiert. Foto: Rischmüller

BAD SALZDETFURTH J Tänze mit dem Schleier, Schwertern, Isis Wings und dem Voi boten den Besuchern der Bad Salzdetfurther 1001 Nacht Gelegenheit, den Alltag hinter sich zu lassen und Einblicke in die verschiedenen Stile des orientalischen Tanzes zu gewinnen. Trotz der relativ kurzfristigen Entscheidung für den Veranstaltungsort überzeugte Organisatorin Anja Sensen, in Fachkreisen und beim Publikum als Anyana bekannt, erneut mit einem vielfältigem Programm.

Bereits vor Beginn der Veranstaltung konnten sich Besucher und Interessierte auf einem Basar auf den Abend einstimmen und Leckeres, Gesundes, Orientalisches und Kunstvolles erstehen. Malerei und Objektkunst, Goldschmiedekunst, Orientschmuck, Hennamalerei, altägyptische Hieroglyphen auf Papyrus, Tücher, energetischer Schmuck, Fotodesign, El Puente und eine Heilpraktikerin sorgten für ein interessantes Angebot, welches durch orientalische Speisen sowie Getränke abgerundet wurde. In der Abendshow führten das Können und der Ideenreichtum der regionalen Künstlerinnen und des Künstlers zu großer Begeisterung im Publikum. „Zunächst wollten wir ein Studiofest machen. Da wir aber nicht über entsprechende Räumlichkeiten verfügen, entschieden wir uns letztendlich für die Mensa der IGS Bad Salzdetfurth. Mir war es wichtig, in diesem Jahr ganz besonders die Arbeit der regionalen Gruppen in den Fokus zu stellen. Ich erhielt immer mehr Rückmeldungen von Gästen der orientalischen Tanzveranstaltungen, ob wir nicht mal eine eher regionale Veranstaltung ins Programm aufnehmen könnten. So kam es zu dieser 1001 Nacht“, erklärte Sensen.

Eine besondere Herausforderung stellte die Gestaltung des Programms dar. Jede der Tänzerinnen stand siebenmal auf der Bühne, jeweils mit einem speziell auf den Tanz abgestimmten Kostüm. „Das erfordert eine sorgfältige Koordination, damit den Frauen genügend Zeit zum Umziehen zur Verfügung steht“, so die Organisatorin. Salima, Colors of Orient, Obsession aus Harsum, Oriental Diamonds aus Bad Harzburg, Hip Hop Dance, Elena, Mahmoud Ramadan und natürlich Anyana selbst überzeugten in ihrer opulenten Tanzshow. Obwohl die Gruppen über langjährige Erfahrung verfügen und auch im Publikum vertretene professionelle Kenner der Szene begeisterten, waren vor den Auftritten Lampenfieber und angespannte Vorfreude in der Garderobe zu verspüren.

Das bestätigte auch Cassandra Schild, Tänzerin der Gruppe Colors of Orient, die an diesem Abend unter anderem einen Irischen Schleiertanz präsentierte. „Wir sind schon aufgeregt. Die Bühne ist gut zu betanzen und ich freue mich auf ein schönes Showerlebnis“, beschrieb sie ihre eigene aber auch die Stimmung der Gruppe. Sie persönlich tanze am liebsten klassisch orientalisch, denn dieser sei recht frei im Ausdruck und man sei als Tänzerin nicht so stark an eine Choreografie gebunden. Und Sensen freute sich nach dem vielen Üben für den Auftritt nun wieder auf ein normales Training, natürlich auch um neue Choreografien einzustudieren.

Denn, da war sich die Organisatorin mit Rolf Jakobs, Kulturbeauftragter der Stadt Bad Salzdetfurth, einig: Die Location bietet Raum für mehr. So könnten sich die beiden eine Art Kulturwochenende vorstellen, bei dem auch die Zusammenarbeit mit dem Schulzentrum ausgebaut werden könnte. „Zelte auf dem Gelände, ein orientalischer Basar, Workshops, Poetry Slam und als Höhepunkt des Wochenendes das orientalische Tanzfest könnte ich mir hier sehr gut vorstellen“, fasst Jakobs das Potenzial des Schulzentrums zusammen. Zudem könnten Schülerinnen und Schüler eingebunden werden.

Wer Sensen und Jakobs kennt, weiß, dass es sicher nicht bei der Idee, die in den Köpfen der beiden herumspukt, bleiben wird. Für die Stadt wäre es ein weiteres kulturelles Highlight, welches Menschen für die Kur-stadt begeistern kann. ar

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