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Über 40.000 Zwiebeln gesetzt

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Tobias Klaus und Justin Rülke werfen mit Irina Enns einen Blick auf den Pflanzplan.
Tobias Klaus und Justin Rülke werfen mit Irina Enns einen Blick auf den Pflanzplan. © Frank Terhorst / LAGA

Bad Gandersheim – Ganz genau 42.247 Blumenzwiebeln haben Justin Rülke und Tobias Klaus und ihre Kollegen vom Garten- und Landschaftsbau Kluge + Sohn aus Delligsen in diesen Tagen in die Beete der Landesgartenschau Bad Gandersheim gepflanzt. Diese Anzahl sieht der Plan von Irina Enns vom Büro Heuschneider Landschaftsarchitekten vor, die zum Start der Aktion vor Ort war. Sie begleitete das Anlegen der sogenannten Wechselflorflächen, also von jenen Flächen, deren Bepflanzung während der LAGA ausgetauscht und nach der LAGA wieder verschwinden wird. 

„Wir verstärken den farblichen Eindruck, den die Stauden vorgeben“, erklärt die Landschaftsarchitektin das Konzept. Die Zwiebeln werden nach einem genauen Plan auf den Flächen verteilt. Nicht nur die Blütenfarbe ist zu berücksichtigen, sondern auch die unterschiedlichen Blühzeiten und Wuchshöhen sind aufeinander abzustimmen. „Für eine Landesgartenschau zu planen, ist schon etwas Besonderes. Derart großräumige Konzepte sind nicht unser alltägliches Geschäft“, erläutert Enns. Die Herausforderung: In so weitläufigen Geländen wie dem der LAGA gilt es vor allem, die verschiedenen Blickwinkel zu berücksichtigen, die entweder das Gelände vorgibt oder die die Planer erst kunstvoll inszenieren.
 
Und das gilt es, gleich zweimal zu entwerfen. Denn die Zwiebeln, die jetzt in die Erde kommen, bilden das erste, das Frühlingsbild der LAGA. „Ende Mai, Anfang Juni, etwa nach den Eisheiligen werden die Sommerblumen gesetzt. Die bleiben bis zum Ende der LAGA“, erklärt Enns. Und manche sogar länger, denn einige Zwiebeln sind mehrjährig wie zum Beispiel die Stipa, das Zarte Federgras. Im Roswithapark, entlang der Gande und um die Osterbergseen blühen im nächsten Jahr 50 unterschiedliche Sorten Tulpen (rund 37.000 Stück), Narzissen (1.400), Traubenhyazinthen (1.750), Hyazinthen (rund 1.200), Persische Kaiserkronen (etwa 200), Kaiserkronen (rund 300) und Prärielilien (etwa 200). Dazu werden ab März noch 18.492 Stück Frühjahrsblumen gepflanzt, zum Beispiel Vergissmeinnicht, verschiedene Sorten Hornveilchen, Kronen-Anemonen und Einjähriges Silberblatt.
 
Entlang der Gande werden die Besucher*innen von fröhlich pink leuchtenden Beeten begrüßt. Um die Osterbergseen findet man Beete in orange, gelb und blau, die Farben und Formen aus den angrenzenden Staudenpflanzungen aufgreifen, verstärken und fernwirksam auch von der gegenüberliegenden Seeseite zu sehen sind. Im Roswithapark gibt es mehrere kreisrunde Beete zu verschiedenen Themen. „Dort finden sich in einigen Beeten neben Blumen zum Beispiel sogar essbare Pflanzen wie Petersilie oder Blutampfer“, betont Irina Enns.

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