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„OverAll“ auf der Festspielbühne

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Szenenfoto aus der Aufführung im Probenzentrum.
Szenenfoto aus der Aufführung im Probenzentrum. © Julia Lormis

Bad Gandersheim – Nach dem großen Erfolg von „OverAll. Eine Dystopie“ im Großen Saal des Probenzentrums der Gandersheimer Domfestspiele zeigt der Spielclub DOMinos sein selbstentwickeltes Theaterstück ein weiteres Mal – und zwar am Freitag, 17. Juni, um 20 Uhr auf der Festspielbühne der Gandersheimer Domfestspiele vor der Stiftskirche unter freiem Himmel. Der Eintritt ist frei.

2037. Die Menschen sind weltweit vernetzt. Das Internet ist verblasst, OverAll ist an seine Stelle getreten. Einkaufen, Freunde treffen, Arztbesuche, social media, Arbeit, Streaming, Schule und Bildung, demokratische Wahlen, alles mit einem Account. Alles auf einer Plattform. Alles auf einmal. Alles im OverAll. Niemand hat keinen Account. Niemand hat OverAll gebraucht, alle nutzen es. Es ist das Jahr 2037. Herzlich willkommen im OverAll.

Der Jugendspielclub DOMinos setzt sich in seiner Produktion im Spiegel der Zukunft selbstkritisch mit dem Thema „Social Media“ auseinander.. Schon heute sind dort Ausgrenzung, Vorurteile und „Fake News“ allgegenwärtig, andererseits kann man sich schnell vernetzen und Aktionen für Klimaschutz, Menschenrechte und Frieden organisieren. Was aber, wenn es nur noch eine Plattform gäbe, wenn ein Monopolist sämtliche Macht in der Hand hat?, fragen die DOMinos. Ist das soziale Netzwerk dann noch sozial? Theaterpädagoge Lukas Keller hat mit den DOMinos „OverAll“ als eigenes Theaterstück entwickelt, das von der ersten Idee über das fertige Textbuch bis zur Premiere eine vollständige Eigenproduktion ist. Dabei geht es ihm besonders um die Teilhabe der Teilnehmer im Prozess der Stückentwicklung.

Unter dem Motto „Grüner wird’s nicht“ sind vom 19. Juni bis 21. August vier Stücke vor dem Portal der Stiftskirche sowie ein Studiostück im Probenzentrum zu sehen. Im Familienstück „Die Schatzinsel“ von Sarah Speiser und Jennifer Traum mit Musik von Ferdinand von Seebach frei nach Robert Louis Stevenson begibt sich die junge Alex auf eine geheimnisvolle Insel. Im Krimi „Der Name der Rose“ nach dem Roman von Umberto Eco sucht ein Mönch nach einem sagenumwobenen und gefürchteten Buch. Im Musical „Der Kleine Horrorladen“ übernehmen die Pflanzen (und die Liebe!) die Herrschaft über den Planeten. In der Musical-Satire „Monty Pythons’s Spamalot – Die Ritter der Kokosnuss“ über die Ritter der Tafelrunde und ihre verque(e)ren Heldentaten findet König Artus den heiligen Gral (und nicht nur den!). Als Studiostück wird „Frühstück bei Tiffany“ im Probenzentrum zu sehen sein, ein Theaterabend mit Jan Kämmerer und jeder Menge Humor.

Eintrittskarten gibt es über die Kartenzentrale der Gandersheimer Domfestspiele, Stiftsfreiheit 12, telefonisch unter 05382/955 3311 oder per E-Mail: kartenzentrale@gandersheimer-domfestspiele.de bzw. online unter www.gandersheimer-domfestspiele.de.

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