ISO-ELEKTRA-Heinrich-Piepho-Stiftung

Vogelfreunde retten Fischadler aus Elektrozaun

Der entdeckte Vogel hing unglücklich kopfüber in einem Elektrozaun fest, der Teil einer Netzabdeckung über einem Forellenteich ist.
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Der entdeckte Vogel hing unglücklich kopfüber in einem Elektrozaun fest, der Teil einer Netzabdeckung über einem Forellenteich ist.

Leinebergland – Christian Diekmann und Michael Piepho (ISO-ELEKTRA-Heinrich-Piepho-Stiftung) haben im südlichen Leinebergland an einem Forellenteich einen Fischadler entdeckt. Europäische Fischadler brüten überwiegend in Schweden und Finnland, aber auch in Nordostdeutschland gibt es etwa 100 Brutpaare. „Ganz wenige gebt es auch in Niedersachsen. Von April bis Anfang Mai ziehen die Fischadler auf gefährlicher Reise von Afrika nach Norden“, so Piepho. Der entdeckte Vogel hing unglücklich kopfüber in einem Elektrozaun fest, der Teil einer Netzabdeckung über einem Forellenteich ist. „Der Vogel ist irgendwie durch das fast unsichtbare Decknetz in den Teich im Sturzflug auf Beutejagd reingeschossen, kam dann aber nicht mehr heraus“, sagt der Vogelkenner. Hätten die Naturfreunde den seltenen Greifvogel nicht mit vier Händen aus dem Netz befreit, wäre er verendet. Nach einer Erholungsphase startete der imposante Adler wieder aus eigener Kraft in den Himmel. Die Retter möchten an alle Teichbesitzer appellieren, die Schutznetze gegen Graureiher und andere Vögel sichtbar zu machen, zum Beispiel durch Flatterband oder durch die Verwendung gelber oder orangefarbener Netze, auch wenn diese hässlicher sind. „So lassen sich mit einfachen Mitteln ähnliche Unfälle verhindern“, so Piepho abschließend. 

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