Herzwochen in der ehemaligen Alfelder OS

„Das Thema geht uns alle an“

Alfeld – „Bis zu 200 000 Menschen sterben jährlich in Deutschland am plötzlichen Herztod“, sagt Dr. Amir Kapic, Herzspezialist am Alfelder Ameos-Klinikum. Um auf Herzprobleme hinzuweisen, lädt die Deutsche Herzstiftung in diesen Tagen zu verschiedenen Vortragsreihen ein. In Gronau war man schon zu Gast, jetzt sind Interessierte nach Alfeld eingeladen. Das Thema heißt: „Bedrohliche Herzrhythmusstörungen – Wie schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod?“

Der Name klinge verunsichernd und final, betont Ameos-Sprecher Gerald Baehnisch: „Aber das Thema geht alle an.“ Denn Herzprobleme haben nicht nur ältere Menschen mit Vorerkrankungen, sondern auch junge Menschen, die möglicherweise beeinträchtigte Vorfahren haben. „Ich habe schon alles gesehen: Raucher, die nie Probleme hatten, und Sportler, die einfach umgekippt sind“, sagt Kapic, und Dieter Herrmann, der regionale Beauftragte der Herzstiftung, ergänzt, dass diese Menschen genau die statistischen Ausreißer sind, die zeigen, dass beim Verlauf von Herzkrankheiten alles möglich ist. Er erwähnt, dass man fernab von aller Statistik präventiv tätig sein kann: „Die richtige Ernährung, Bewegung und der Weg zum Kardiologen sind Schritte in die richtige Richtung.“ Auch sollte man sich fragen, ob man einem Familienmitglied helfen kann, wenn der Herzstillstand plötzlich da ist: „Der Krankenwagen braucht zehn Minuten, und das Schlimmste ist, nichts zu tun.“ Deshalb gibt es bei der Veranstaltung in Alfeld, die kostenfrei ist, nicht nur Vorträge, sondern auch praktische Tipps mit Herzmassagenpuppe und Defibrillator. Beginn ist am Sonnabend, 23. November, um 10.30 Uhr in der alten Orientierungsstufe. Die Veranstaltung geht bis 12.30 Uhr, und das Geld, das durch die Verpflegung eingenommen wird, geht in den Topf des Kirchenkreises, der es für die Sommergäste aus der Region Tschernobyl einsetzen wird.

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