Region Leinebergland: Vermieter und Gastronomen machen sich auf den Weg

Qualitätsgastgeber im Tourismus

Region – „Der Tourismus soll Einzug ins Leinebergland erhalten, profitieren werden davon auch die Gastgeber der Region“, sagt Tourismusreferentin Kathrin Krockauer vom Regionsverein Leinebergland. Schon jetzt werden die Weichen dafür gestellt, wie ein Betrieb in zehn Jahren aussehen wird und welche Schwerpunkte bedient werden.

Jens Ruhland vom Gasthof Grüner Wald in Warzen sagt: „Ohne Hotellerie und Restauration kann es keinen Tourismus geben, daher sollten alle Betriebe im Leinebergland diese Chance nutzen und sich neben Altbewährten vor allem auf Wanderer und Radfahrer einstellen.“ Aus Erfahrung weiß er, dass schon jetzt Wochenendurlauber aus den nahen Großstädten zum Wandern und Radfahren ins Leinebergland kommen – und auch wiederkommen, wenn sie zufrieden waren. Wenn sich jetzt ein Betriebsinhaber als „Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland“ zertifizieren lässt, wird er einen Wanderweg in direkter Nähe zum Betrieb erhalten, damit die Wanderer auch ohne Umweg einkehren können. Um sich als Qualitätsgastgeber zertifizieren zu lassen, müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden, wie die Aufnahme von Gästen für eine Nacht, Trocknungs- und Reinigungsmöglichkeiten für Wanderequipment, Bereitstellung von Wanderinformationen oder auch den Transport von Wanderern oder Gepäck zur nächsten Wanderstation. Auch Gastronomiebetriebe können sich zertifizieren lassen: hier wird Wert auf eine regionale und gesunde Küche gelegt, zudem sollte eine kleine und leichte Mittagskarte angeboten werden. In der einzelnen Ausführung sind die Betriebe in ihren Entscheidungenfrei. „Zum Reinigen der Wanderschuhe kann ein Eimer Wasser mit Bürste oder aber auch eine Schuhreinigungsstation mit eigenem Wasserhahn zur Verfügung stehen“, betont Tanja Thielmann vom Deutschen Wanderverband. Je nach Budget kann für jeden Betrieb eine individuell passende Lösung gefunden werden: „Es geht darum, Wanderer glücklich zu machen, zum Wiederkommen zu überzeugen und zum Bleiben zu ermutigen.“ Ziel sei es, dass sich das Leinebergland zur „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ entwickelt, so dass Touristen Geld ausgeben und Infrastrukturen geschaffen und erhalten werden, von denen die Bürger des Leineberglands im Alltag profitieren. „Wir sind schon weiter als 2018, die Wanderwege-Infrastruktur wird aktuell geplant. Vor allem dank der schon ausgebildeten Bestandserfasser aus dem Bereich von Heimatpflegern und engagierten weiteren Privatpersonen kommen wir gut voran“, so Kathrin Krockauer. Wer Interesse an einer Zertifizierung hat, ist eingeladen, sich zur Beratung bei Kathrin Krockauer unter k.krockauer@leinebergland-region.de oder unter 05181/2866488 zu melden.

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