Neuer Raum für Auffangstation

Tierschutzverein möchte sich für Katzen in Not einsetzen

Freuen sich über die neuen Räume (von links): Rita Herden, Silke Faass und Ina Baars vom Tierschutzverein Alfeld. Foto: Stock

WETTENSEN „Wir sind auf diesen Neubau ganz stolz“, erzählt Rita Herden. Sie ist seit bereits 51 Jahren Mitglied im Alfelder Tierschutzverein. Mit "Neubau" meint sie den Anbau an der Tierfundstelle in Wettensen. Hier sollen in Zukunft auch herrenlose Katzen eine „Notlösung“ finden.

„Es ist jedoch nicht als Tierheim zu verstehen“, erklärt Herden weiter. Schließlich unterhalten die Mitglieder kein Tierheim: bei dem Gebäude neben der Kläranlage in Wettensen handelt es sich um eine Tierauffang-station. Dort können Fundtiere in Not kurzfristig untergebracht werden. Die Unterbringung erfolgt dann entweder so lange, bis die Tiere in eine andere, geeignete Pflegestelle übergeben werden können oder sie ihren Besitzern zurückgegeben werden können. Seit 1999 gibt es die Tierauffangstation bei Wettensen schon. „Es ist von der Stadt Alfeld gepachtetes Land, wir haben die Gebäude gemeinnützig aus Spenden finanziert und auch Zuschüsse von der Stadt Alfeld bekommen“, erklärt Silke Faass, Pressewartin des Alfelder Tierschutzvereins. Zudem hat der Verein zahlreiche Sachspenden bekommen. „Wir freuen uns sehr über die sehr gute Resonanz“, so Faass. So langsam nimmt nun der Anbau, der in Zukunft für Samtpfoten, die in Not geraten sind, gedacht ist, Formen an. „Der Boden muss noch gefliest werden, und an den Wänden müssen noch Bretter als Klettermöglichkeiten angebracht werden, auch die Elektrizität muss noch installiert werden“, erklärt Ina Baars vom Tierschutzverein. Erst dann ist das neue Projekt des Alfelder Tierschutzvereins fertiggestellt. Eigentlich soll der neue Anbau bis März fertig werden, ob dieser Zeitplan klappt, wird sich jedoch noch zeigen. Neben Isolierstation und „Aufenthaltsraum“ für die Katzen soll es auch eine Möglichkeit für die Tiere geben, nach draußen ins Außengehege zu wandern. Neben weiteren Ehrenamtlichen, die sich für das Wohl der Tiere in und um den Altkreis Alfeld einsetzen, suchen die Mitglieder auch noch weitere Pflegestellen, um auch weiterhin gut für Tiere in Not sorgen zu können. Vor allem appellieren die Mitglieder jedoch daran, dass Haustiere, sei es Hund oder Katze, richtig gechippt und registriert werden. Denn: Sobald die Tierschützer einen Hund oder eine Katze finden und in ihre Obhut nehmen, lesen sie mithilfe eines Chiplesegeräts die Daten des Tieres aus. Ist es jedoch nur beim niedersächsischen Zentralregister registriert, (was für Hunde Gesetz ist), bringt den Tierschützern das nichts, da sie auf diese Daten keinen Zugriff haben. „Wir empfehlen Besitzern, ihre Tiere bei den ehrenamtlich geführten Haustierzentralregistern Tasso oder Findefix zu registrieren, die für die Rückführung der Tiere sorgen können“, so Faass. Zudem machen die Mitglieder auf die Katzenkastrationsaktion vom Land Niedersachsen aufmerksam: Dabei können herrenlose Katzen (Streuner) bis Donnerstag, 15. März, kastriert werden, ohne dass der Verein etwas dazubezahlen muss. Dadurch soll das Katzenelend in der Region vermindert und in den Griff bekommen werden. Neben Katzen und Hunden helfen die Tierfreunde auch Vögeln und Wildtieren. „Wir arbeiten auch mit der Wildtierauffangstation Sachsenhagen am Steinhuder Meer zusammen“, erklärt Faass. Der Tierschutzverein hatte sich unter anderem auch um die gefundene Wildkatze am Sappi-Kreisel in Alfeld gekümmert (die LDZ berichtete. Streunende Katzen, Tiere in Not und Co. können bei dem Tierschutzverein Alfeld unter der Telefonnummer 0151288/88834 gemeldet werden. Interessierte, die gerne bei dem Verein mitmachen möchten oder etwas spenden möchten, können sich im Internet unter www.tierschutzverein-alfeld.de informieren. Am Montag, 5. März, treffen sich die Mitglieder des Alfelder Tierschutzvereins um 19.30 Uhr zur Jahreshauptversammlung im Restaurant Lippoldskrug in Brunkensen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare