Kriminalstatistik: Leinestadt liegt im Bereich der Polizeiinspektion wieder mal vorn

Lüder: „Alfeld ist sicher“

Kriminalhauptkommissar Heiko Wöbbecke. Foto: Schwarzer-Schulz

ALFELD  Im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats (PK) Alfeld ist im Vergleich zum Vorjahr eine sehr günstige Entwicklung zu verzeichnen: Im Jahr 2014 wurden mit 1 773 Straftaten nicht nur 68 Fälle weniger festgestellt als im Jahr zuvor. Gleichzeitig wurden aktuell 14 Fälle mehr aufgeklärt als 2013. Das geht aus der vorgelegten Kriminalstatistik hervor, die auch auf die verschiedenen Delikte näher eingeht.

Für Ruth Lüder, die das PK Alfeld leitet, ein gutes Ergebnis. Und sie weiß auch, wie das zustande kommt: „Die Kollegen wohnen ja in ihrem Arbeitsumfeld, sind gut vernetzt und erfahren eine Menge.“ Selbstbewusst sagt sie: „Alfeld ist sicher.“

Kriminalhauptkommissar Heiko Wöbbecke (Leiter des Ermittlungsdienstes) ergänzt nicht ganz ohne Stolz: „Mit einer aktuellen Aufklärungsquote von knapp über 70 Prozent sind wir die beste Dienstelle im Bereich der Polizeiinspektion Hildesheim.“ Das spiegelt sich beispielsweise auch bei den Diebstählen wider, wo die Anzahl der Delikte zwar angestiegen ist, gleichzeitig aber auch die Zahl der aufgeklärten Fälle. Die Sexualdelikte stiegen von 18 auf 31 Anzeigen, darunter auch drei Vergewaltigungen. Im Bereich der Gewaltdelikte ist ein Rückgang von 290 auf 257 Fälle zu verzeichnen sowie auch ein Rückgang der gelösten Fälle. Einer davon ist der Überfall eines maskierten Täters, der im März 2014 die Angestellte der HEM-Tankstelle mit einer Schusswaffe bedrohte und mit mehreren hundert Euro flüchtete. Weder Fahndung noch Ermittlungen führten bisher zur Spur des Täters. Zwei Mordversuche, darunter auch die Unfallflucht in der Gudewillstraße, wurden 2014 statistisch erfasst.

Stark abgenommen haben Körperverletzungsdelikte im Bereich der Diskothek Sound mit fünf aktuellen Fällen (2013 waren es noch 18). „Der Außenbereich wird zwar nicht mehr videoüberwacht, aber wir beobachten das weiter“, meinen Ruth Lüder und Heiko Wöbbecke.

Ähnlich verhalten sich die Zahlen bei der häuslichen Gewalt: 2014 waren es nur 41 Anzeigen gegenüber 49 im Vorjahr. Gestiegen sind dagegen die Straftaten im Diebstahlsbereich mit aktuell 502 (5419). Unter dem Einfluss von Drogen oder Medikamenten fielen 199 (177) Fälle den Beamten ins Auge. „Der Schwerpunkt liegt hier bei Verstößen im Zusammenhang mit Cannabis“, meint Heiko Wöbbecke und ergänzt: „Ich bin kein Verfechter der Legalisierung, denn viele Straftaten werden ja unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln begangen.“ Die angezeigten Sachbeschädigungen sind ebenfalls rückläufig – von 201 auf 178 Fälle gesunken, während die Aufklärungsrate um rund zwei Prozent gestiegen ist. sch

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