Durch Corona droht ein Minus / Erste Termine abgesagt

Kulturvereinigung fährt in neuer Saison „auf Sicht“

Alfeld – Das Programmheft der Alfelder Kulturvereinigung für die Saison 2020/21 ist da. Auf dem Titel ist Kim Fisher, die eigentlich am 27. September mit dem Stück „Zickenzirkus“ in die Aula des Gymnasiums gekommen wäre. Doch durch die Corona-Krise ist an einen „normalen“ Theaterbetrieb nicht zu denken. Das Programmheft wurde seit Frühjahr geplant, und „Zickenzirkus“ wurde bereits abgesagt – genau wie das zweite Stück „Schtonk“. „Wir wollen weiterhin Kultur auf hohem Niveau anbieten“, sagt der Vorsitzende der Kulturvereinigung, Bernd Beushausen: „Aber wir können den Verein nicht in die Insolvenz laufen lassen.“ Man habe auf den 31. August und damit darauf gewartet, dass größere Veranstaltungen ab September wieder möglich sind. Das habe sich allerdings nicht bewahrheitet. Beushausen erklärt: „Die Aula hat 550 Plätze. Um kostendeckend zu arbeiten, müssen pro Veranstaltung 400 Gäste kommen. Doch selbst, wenn man verordnungskonform mit Zehnergruppen arbeitet, bekommen wir nur gut 200 Plätze besetzt.“ Das würde über den Daumen ein Minus von 5000 Euro pro Vorstellung bedeuten. Die Kulturvereinigung habe zwar ein finanzielles Polster, aber das sei nicht so groß, um jede Veranstaltung zu stemmen. „Wir wollten das Programmheft aber unbedingt herausbringen, um ein Zeichen zu setzen“, sagt Beushausen, der jetzt auf weitere Zeichen wartet: „Wir fahren auf Sicht. Sollten sich die Corona-Verordnungen zu unseren Gunsten ändern, werden wir einen Spielbetrieb möglich machen.“

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