Kriegsgräber in Alfeld

Jugendliche wollen Erinnerung wachhalten

Alfeld – „Projekt Frieden“, so nennen sich die Jugendlichen aus Niedersachsen, die gemeinsam mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge an jährlich drei bis vier Projektwochenenden Kriegsgräberstätten in Niedersachsen erkunden und pflegen.

Sie möchten dabei etwas über die lokalgeschichtlichen Zusammenhänge erfahren und wollen durch die Pflege dieser Gräber einen aktiven Beitrag leisten, die Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus wachzuhalten. Die Projektgruppe beschäftigte sich auch mit den Gräbern der Zwangsarbeiter auf dem Friedhof in Alfeld. Nach einer informativen Führung über den Friedhof durch Bürgermeister Bernd Beushausen und dem für das Friedhofwesen zuständigen Dezernenten, Stadtkämmerer Guido Sievers, ging es an die praktische Arbeit. Grabsteine wurden gereinigt, Unkraut entfernt und Büsche zurückgeschnitten. Der leichte Nieselregen hielt die Jugendlichen nicht ab, emsig Hand anzulegen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Namen der Opfer sind wieder lesbar – und mit ihrem Namen bekommt auch ihr tragisches Schicksal die gebührende Sichtbarkeit. Im Anschluss an eine kleine Gedenkfeier für die verstorbenen Zwangsarbeiter legten die Jugendlichen gemeinsam mit dem Bürgermeister, dem Stadtkämmerer und einigen Ratsmitgliedern Blumen auf die Grabsteine.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare