Besondere Sichtung

Jäger trifft Luchs-Familie im Hils

Eine Luchsin auf Wanderschaft.
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Eine Luchsin auf Wanderschaft.

Im Forstamt Grünenplan ist der Luchs bereits ein fester Bestandteil der Artenliste. Hin und wieder kommt es zu einer Sichtung dieser „Pinselohren“. Zwischen Holzen und Grünenplan kam eine solche Begegnung am 16. Januar zustande. „Ich war mit meinem elfjährigen Neffen jagen, doch anstelle von Rotwild oder Wildschweinen zog plötzlich von rechts ein Luchs auf einen Maschinenweg. Der Luchs setzte sich an den rechten Wegesrand und ging kurze Zeit später über den Weg nach links weg. Der Luchs war nicht allein, denn anschließend zogen vier junge Luchse über den Weg. Die etwa 15 Meter entfernten Tiere waren auf dem Schnee gut zu sehen. Obwohl wir recht laut gewesen sind, zogen die Luchse unbeirrt an uns vorbei“, berichtet Karl-Otto Lange, der mit seinem Neffen Jan Torbolefski diese Begegnung erlebte. Dass im Forstamt Grünenplan Luchse leben, ist nichts Neues. Bereits seit 2014 ist eine Luchsin im Hils bekannt, die dort bereits ein Jahr zuvor Jungtiere zur Welt brachte, und auch der besenderte Kater M8 lieferte 2015 und 2016 etliche Informationen über seine Wanderungen außerhalb des Harzes. „Dass sich einmal ein Luchs in unseren Wäldern niederlassen wird, war nur eine Frage der Zeit. Diese seltene Kleinkatze bereichert nun seit einigen Jahren unser Arteninventar und ist ein regelmäßig zu sehender Gast bei uns im Wald“, sagt der Leiter des Forstamtes Grünenplan, Hauke Bruns. Das Wissen über das Luchsvorkommen im Hils ist der engen Zusammenarbeit zwischen dem Forstamt Grünenplan und dem Luchsprojekt des Nationalparks Harz zu verdanken. „Wir unterstützen die Initiativen und die Aktionen des Luchsprojektes, so gut wir können“, so Bruns.

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