Historischer Moment für Warzen

In der Alfelder Stadtgeschichte einmalig: Ortsrat aufgelöst

Man könnte fast von einem „historischen Moment“ sprechen: Hartmut Kirchner und Martina Wiegand stimmen für die Auflösung des Ortsrats.
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Man könnte fast von einem „historischen Moment“ sprechen: Hartmut Kirchner und Martina Wiegand stimmen für die Auflösung des Ortsrats.

Warzen – Bei der Kommunalwahl 2016 traten für den Warzer Ortsrat nur vier Personen an, und nach dem Rückzug von Helmut Reissig war das Gremium auf drei Plätze geschrumpft. Kürzlich hatte auch Klaus Raddatz seinen Rücktritt angekündigt, der bei der jüngsten Sitzung vollzogen wurde. Damit ist der Ortsrat nicht mehr beschlussfähig, und so wurde gleichzeitig formell über die Auflösung abgestimmt. Im Alfelder Stadtgebiet gibt es seit der Gemeindereform 1974 die Ortsräte, und dieser Vorgang ist ein bisher einmaliges Ereignis.

In berührenden Worten schilderte Raddatz seinen Beweggrund. Eine Krebsdiagnose hätte ihm „den Boden unter den Füßen weggerissen“: „Ich weiß nicht, wie es gesundheitlich weitergeht.“ Ortsbürgermeisterin Martina Wiegand verabschiedete ihn mit Blumen und bot ihm Hilfe an. Wie es jetzt weitergeht, erläuterte Verwaltungsmitarbeiter Arne Klingeberg. In den nächsten vier Monaten muss ein neuer Ortsrat gewählt werden, mit der Kommunalaufsicht sei bereits der 21. März als Termin bestimmt worden. Bis Anfang Februar müssen Wahlvorschläge eingereicht werden. Klingeberg erzählte, dass man mindestens drei Personen bräuchte. 

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