Alfelder Tschernobyl-Hilfe

Hilfsgüter abgeliefert

Alfeld – Wie schon berichtet, hat die Alfelder Tschernobyl-Hilfe wieder einen Hilfstransport in die Region Gomel/Belarus durchgeführt. In zwei Transportfahrzeugen wurden etwa vier Tonnen Hilfsgüter befördert. Es war schon ein kleines Kunststück, 417 Bananenkartons mit Lebensmitteln, Schuhen, Spielzeug und Dingen des täglichen Gebrauchs sowie Rollstühle, Schulmobiliar, Säcke mit Kuscheltieren etc. auf den Fahrzeugen unterzubringen.

Die Hinfahrt dauerte 30 Stunden, wobei einige Stunden für die Zollabfertigung an der polnisch-weißrussischen Grenze investiert werden mussten. Trotz der Unterstützung durch die Dolmetscherin Aksana Krutaya, die als Hilfe für die Zollabfertigung extra 600 Kilometer aus Gomel mit dem Zug angereist war, war es eine zähe, aufwändige Prozedur. Am zweiten Tag war die Entladung in der Zollstation angesagt. Hier werden alle Pakete vom Zoll geöffnet und mit den deklarierten Ladelisten verglichen. In den nächsten Tagen wurden verschiedene Aktivitäten durchgeführt. Wichtigster Punkt war der Besuch im Kinder- und Waisenheim in Ulukovje. Hier konnte festgestellt werden, dass die Sanierung der Dachfläche des Hauptgebäudes von der beauftragten Fachfirma ordnungsgemäß durchgeführt wurde, denn die Kosten dafür wurden vom Verein bezahlt. Fast noch wichtiger war die Resonanz auf die Sanierung des Gewächshauses aus dem Jahr 2017. Die Kinder berichteten voller Stolz, dass sie 2018 dreimal ernten und sogar einen kleinen Teil des Gemüses verkaufen konnten. Dazu muss man wissen, dass die staatliche Unterstützung dieser Einrichtungen nur minimal ist. Übergeben wurden auch die 135 Paar Socken, die Erika Früh aus Harbarnsen in den vergangenen Monaten gestrickt und gespendet hatte. Zum Transport gehörten auch Fußbälle. Diese waren eine Spende der SVA-Fußballsparte. Dann wurde noch der Ort Janovo besucht. Dieser liegt an der russischen Grenze und seit dem Reaktorunfall im Jahr 1986 im beziehungsweise hinter dem Sperrgebiet. Diese Grenzen verfließen manchmal etwas. Hier gibt es zwar einen Kindergarten und eine Schule, aber sonst eigentlich nichts. Das nächste Projekt der Alfelder Tschernobyl-Hilfe soll in diesen beiden Einrichtungen stattfinden. Hier ist Unterstützung dringend notwendig. Nach einer Woche und 3 400 Kilometern Fahrt sind die Transporteure Karl und Mark Grzygorek, Dieter Schlegel, Ralf Mundhenk und Frank Schmidt gestresst, aber zufrieden und gesund wieder in Alfeld angekommen.

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