Stadt investiert 645 000 Euro in Fuhrpark der Alfelder Brandschützer

Drei neue Fahrzeuge für die Feuerwehr

Offizielle Schlüsselübergabe im Alfelder Feuerwehrhaus
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Schlüsselübergabe im Alfelder Feuerwehrhaus: Stadtbrandmeister Michael Buß, Bürgermeister Bernd Beushausen und Ortsbrandmeister Stephan Janik (vorne, von links); Kreisbrandmeister Josef Franke, stellvertretender Ortsbrandmeister Jens König, Amtsleiter Stephan Maedge und Landrat Bernd Lynack (hinten, von links).

Alfeld – Moderne und zeitgemäße Fahrzeuge, um heutigen und künftigen Anforderungen entsprechen zu können: Die Stadt Alfeld erneuert nach und nach den Fuhrpark der Kernstadt-Feuerwehr. Zwölf Fahrzeuge sind am Standort an der Rektor-Falke-Straße stationiert, drei davon wurden seit dem Jahr 2020 ersetzt, ein weiteres soll in wenigen Tagen folgen. Pandemiebedingt konnten die Fahrzeuge nicht offiziell übergeben werden – das wurde am Freitag nachgeholt. 

Und das sind die drei Neuen: Der RW-Kran ist ein Rüstwagen mit Ladekran, wiegt 17,2 Tonnen und hat 340 PS (Kosten: 430 000 Euro), der ELW (Einsatzleitwagen) wiegt 4,6 Tonnen und hat 164 PS (Kosten: 170 000 Euro) – beide mit entsprechendem Equipment. Der VRW (Voraus-Rüstwagen) ist ein Ford Ranger mit 167 PS (Kosten: 45 000 Euro). In ihm befinden sich Schere und Spreizer, Rettungszylinder, Ramme, Türöffnungswerkzeug, Scheinwerfer... Gerade um ihn gab es im Vorfeld große Debatten.
„In dieser Größenordnung ist es heute eine gewisse Form der Einmaligkeit“, sagte Bürgermeister Bernd Beushausen und sprach von fundamentalen Änderungen: „Früher wurden die Fahrzeuge erst ausgetauscht, wenn sie ausgefallen sind.“ Beushausen hob die Wichtigkeit des ehrenamtlichen Engagements hervor: „Daraus ergibt sich ein Anspruch auf gutes und angepasstes Material.“ 
Landrat Bernd Lynack freute sich, dass die städtische Politik fest hinter der Feuerwehr steht und Geld in die Ausstattung der Feuerwehren investiert. Der Landkreis Hildesheim gab einen Zuschuss für die Anschaffung des RW-Kran. 
Kreisbrandmeister Josef Franke sagte: „Feuerwehr kostet Geld. Doch das ist gut angelegt, um Sicherheitsstandards halten zu können.“ Franke richtete seinen Dank an die Stadt Alfeld, dass sie den Brandschutz so gut unterstützt – „das war nicht immer so“. Der Kreisbrandmeister betonte, dass neue Fahrzeuge kein Geschenke für Feuerwehrleute sind, sondern Handwerkszeug, um helfen zu können – und das rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr.
Stadtbrandmeister Michael Buß: „Im Jahr 2012 wurde der Brandschutzbedarfsplan erstellt, jetzt ernten wir die Früchte.“ Er fügte hinzu: „Gerade die Anschaffung des VRW verlangte große Überzeugungsarbeit. Es war nicht einfach, ihn beschaffen zu können.“ 
Dem schloss sich Ortsbrandmeister Stephan Janik an: „Wenn mit dem Fahrzeug nur ein Leben gerettet werden kann, hat sich die Investition schon gelohnt.“ Janik berichtete von vielen Übungsstunden und Ausbildungen an den Fahrzeugen, um sie zu bedienen und mit ihnen im Einsatz arbeiten zu können. Der Wehrführer erläuterte, dass an diesem Abend eigentlich ein viertes Fahrzeug offiziell in Dienst gestellt werden sollte – ein TLF 3000 (Tanklöschfahrzeug mit 3000 Litern Wasser). Da der Unimog noch nicht ganz fertiggestellt ist, soll er schließlich bei der Jahreshauptversammlung im Mai seiner Bestimmung übergeben werden.  
Die Alfelder Feuerwehr (Kernstadt) zählt 64 Aktive, 27 davon haben einen Lkw-Führerschein. „Damit sind wir gut aufgestellt“, erklärte Ortsbrandmeister Stephan Janik.   - gre-

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