Organisatoren danken Teilnehmern des 28. Hirschberger Heimattreffens

„Bauen wir zusammen das neue Haus Europa“

ALFELD In einem gemeinsamen Grußwort zum Jahreswechsel haben sich der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins deutsch-polnische Verständigung, Bernd Beushausen, und der Vorsitzende des Kuratoriums für die Patenschaft Hirschberg beim Landkreis Hildesheim, Karsten Riemann, noch einmal bei allen Teilnehmern des 28. Hirschberger Heimattreffens bedankt, das Ende August erstmals in Schlesien veranstaltet wurde.

Die Organisatoren seien damit bewusst neue Wege gegangen und hätten am Rande des Riesengebirges verständnisvolle polnische Partner und liebenswerte Freunde getroffen. Das mache Mut für kommende Veranstaltungen und würde Kraft geben, auch für Veränderungen. Beushausen sagt: „Bauen wir zusammen das neue Haus Europa.“

Die Verlegung des traditionellen Heimatreffens von Alfeld in das heutige Jelenia Gora sei aus dem innigen Wunsch entstanden, dass sich Alt- und Neuschlesier begegnen, um die Heimat für die Nachwelt in eine gute Zukunft zu führen. Laut Beushausen und Riemann sei man bereits im Vorfeld sehr behutsam und sensibel mit dem Motto des Treffens „Eure Wurzeln sind auch unsere Wurzeln“ umgegangen. Karsten Riemann ist überzeugt: „Wir werden weiter handeln, immer mit der Überzeugung „gemeinsam, erinnern, verstehen und versöhnen“, so, wie es auf den Kranzschleifen in Deutsch und Polnisch im Kurpark von Bad Warmbrunn geschrieben stand. Erinnerung, Verständigung und Versöhnung sind ein zartes Pflänzchen, das gehegt und gepflegt werden muss, wollen wir zusammen ein gemeinsames Haus Europa aufbauen.“ Beide Vorsitzende ergänzen: „Als weltoffene Schlesier ist es allen Beteiligten in Hirschberg eindrucksvoll gelungen, für ein breites Verständnis zu werben. Wir haben mit viel Feingefühl Brücken gebaut zwischen zwei benachbarten Nationen.“ Das 28. Hirschberger Heimattreffen war geprägt von einem ausgewogenen kulturellen Begegnungsprogramm. Dazu gehörten Tanzdarbietungen der polnischen und deutschen Trachtengruppen auf dem historischen Marktplatz, Besuch von Sehenswürdigkeiten, unter anderem mehrere restaurierte Schlösser im Hirschberger Tal, der Miniaturenpark in Schmiedeberg, die Kirche Wang, die Ausstellung im Riesengebirgsmuseum mit Exponaten aus der Hirschberger Heimatstube in Alfeld. Es gab Führungen über den restaurierten Gnadenfriedhof mit den Gruftkapellen in Hirschberg.

Weitere Programm-Highlights waren der Heimatnachmittag im Restaurant „Zum Berggeist“ in Krummhübel, der Besuch des Theaterstücks „Untergang des Städtchens Kupferberg“, der festliche ökumenische Gottesdienst in Bad Warmbrunn, die gemeinsame Kranzniederlegung am Rande des dortigen Kurparks, der Festakt mit Ehrungen verdienter Schlesier und die feierliche Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde in der Hirschberger Philharmonie und nicht zuletzt der informative Vortrag von Dietrich Roth im Riesengebirgsmuseum. Den großen Erfolg der Gesamtveranstaltung in würdigem Rahmen sicherten vor allem auch die Darbietungen der Musikschule Alfeld auf dem historischen Hirschberger Marktplatz, während des Heimatnachmittags und des Gottesdienstes, bei der Kranzniederlegung, beim Festakt in der Philharmonie und beim Abschlusskonzert im Schloss Stonsdorf.

Die Organisatoren beschäftigen sich bereits schon jetzt mit dem 29. Hirschberger Heimattreffen, das wiederum gemeinsam mit polnischen Offiziellen und Freunden im Jahr 2016 in Alfeld stattfinden wird. Der Partnerschaftsverein und das Kuratorium wünschen, wie es im Grußwort heißt, allen Heimatfreunden und ihren Familien, allen Schlesiern in Deutschland, allen Freunden und Partnern im Hirschberger Tal ein friedvolles, gesundes Neues Jahr 2015.

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